Initiative engagiert sich für Luftrettungsstützpunkt in Meschede

Notfallversorgung in der Region verbessern

Die Initiative engagiert sich für einen Luftrettungsstützpunkt in Meschede.

Initiative engagiert sich für Luftrettungsstützpunkt in Meschede.

Schüren Lange Anfahrten zum Einsatzort, weit entfernte Spezialkliniken - diese Probleme stellen die Rettungsdienste und regionalen Krankenhäuser im ländlichen Sauerland immer wieder vor große Herausforderungen. Die Initiative Luftrettung Sauerland e.V. möchte diese Situation für die Bevölkerung verbessern und setzt sich für den Betrieb eines Luftrettungsstützpunktes am Flugplatz Meschede-Schüren ein.

Von dort aus sollen 24 Stunden am Tag und nahezu wetterunabhängig Einsätze der Notfallrettung sowie Verlegungstransporte kritischer Intensivpatienten geflogen werden können. „In der Notfallmedizin zählt für den Patienten oft jede Minute. Dies gilt besonders für Schwerverletzte und ebenso für Patienten, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben.“, so Stefan Schulte vom Verein Luftrettung Sauerland e.V.. Daher sei es sehr wichtig, Zeiten bis zum Eintreffen beim Patienten und bis zum Erreichen eines geeigneten Krankenhauses weiter zu reduzieren. Hier könne ein zentral stationierter notärztlich besetzter Rettungshubschrauber den bodengebundenen Rettungsdienst optimal unterstützen und wichtige Ressourcen sparen, da Rettungswagen und der Notarzt am Boden schneller wieder ihrem Einsatzgebiet zu Verfügung stünden. Arnsberg, Brilon, Schmallenberg und Winterberg wären von Meschede aus dann beispielsweise in etwa 5 Minuten über den Luftweg zu erreichen, verrät eine Infografik auf der Internetseite der Initiative.

Auch die Krankenhäuser der Region würden von einem ganztägig alarmierbaren Intensivtransport-Hubschrauber profitieren: „Muss nachts ein Krankenhaus einen instabilen Patienten dringlich in eine Spezialklinik verlegen, so werden heute Hubschrauber aus Greven, Hannover oder Gießen angefordert, die ihrerseits bereits ein sehr großes Einsatzgebiet haben und dadurch statistisch weniger häufig unmittelbar verfügbar sind.“, erläutert Schulte, der sich als Rettungsassistent zusammen mit seinem Kollegen Markus Hennecke und der Notfallmedizinerin Dr. Bettina Siepe für eine weitere Verbesserung der notfallmedizinischen Strukturen der Region einsetzt. „Ziel ist es, der Bevölkerung im Sauerland Tag und Nacht einen national vergleichbaren Zugang zur medizinischen Maximalversorgung zu ermöglichen und zu einer weiteren Optimierung der Hilfsfristen beizutragen.“, so Schulte weiter.

Bereits Ende Juli luden die Initiatoren Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Politik und des Gesundheitswesens zu einem Ortstermin auf den Flugplatz Meschede-Schüren, um sich über die Themen Notfallmedizin und Luftrettung im Sauerland auszutauschen und gemeinsam über Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen zu diskutieren. Formiert in der gemeinnützigen Luftrettung Sauerland gGmbH habe man gemeinsam mit einem erfahrenen Hubschrauber-Luftfahrtunternehmen aktuell bereits einen Genehmigungs-Antrag beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) gestellt. Würde dieser bewilligt, gehe es im zweiten Schritt in die Verhandlungen mit den Kostenträgern. Aktuelle Informationen zu den Entwicklungen des Projekts finden Sie im Internet unter www.luftrettung-sauerland.de.

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