Gestaltungssatzung wird geändert

Ortskern Fredeburg: „Schieferstreit“ beendet

Die Gestaltungssatzung für den historischen Ortskern Bad Fredeburg wird geändert. Archivfoto: Frank Altenhoff

Bad Fredeburg. Die Gestaltungssatzung für den historischen Ortskern Bad Fredeburg soll Ende des Jahres geändert werden. Dann dürfen Häuser im Ortskern nicht mehr ausschließlich mit heimischem, sondern auch mit Naturschiefer „aus der ganzen Welt“ gedeckt werden.

„Das Thema ist im Bezirksausschuss Bad Fredeburg beraten worden“, berichtet Burkhard König, Beigeordneter der Stadt Schmallenberg. Die Gestaltungssatzung solle zum Jahresende angepasst werden, da sich dann die Landesbauordnung ohnehin ändere.

So ist es in Zukunft möglich, beispielsweise spanischen Schiefer zu verwenden. Beachtet werden müsse dabei aber die Qualität (eine bestimmte DIN-Norm für Naturschiefer) – und die Farbe (grau). Zudem gebe es für heimischen Naturschiefer höhere Fördermittel als für spanischen. „Die Änderungen gelten für den strengen Ortskern Bad Fredeburg“, so Klaus Schüßler vom Bauordnungsamt der Stadt Schmallenberg.

Ausgenommen von der neuen Regelung sind allerdings denkmalgeschützte Gebäude.

Zum Hintergrund: Ein Bürger aus Bad Fredeburg hatte bei der Stadt Schmallenberg beantragt, das Dach seines Hauses mit spanischem Schiefer decken lassen zu dürfen (wir berichteten).

Laut der aktuellen Satzung müssen die Dächer in der „Zone I“ des historischen Ortskerns mit „heimischem Schiefer in altdeutscher Deckung“ gedeckt sein. Dieser Schiefer kostet in der altdeutschen Deckart aber mehr als doppelt so viel wie der südeuropäische.

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