Thema im Bezirksausschuss

Ortsumgehung Bad Fredeburg: So ist der aktuelle Stand der Dinge

Der offizielle Spatenstich für die Ortsumgehung Bad Fredeburg erfolgte im Oktober 2018.
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Der offizielle Spatenstich für die Ortsumgehung Bad Fredeburg erfolgte im Oktober 2018.

Eine stattliche Anzahl interessierter Bürger war der Einladung des Bezirksausschusses Bad Fredeburg in den Rundsaal der Kurhalle gefolgt. Ging es doch um so brisante Themen wie den Neubau der Umgehungsstraße und den städtebaulichen Rahmenplan für die Schieferstadt.

Bad Fredeburg – Nach der Begrüßung durch den Ausschussvorsitzenden Ludwig Poggel referierte Raimund Köster von Straßen.NRW in gewohnt souveräner Weise über die bisher erfolgten Baumaßnahmen bezüglich der 2,55 Kilometer langen und 17,5 Millionen Euro teuren Umgehungsstraße. 

So werden die vier Brückenbauwerke in diesem Sommer fertig sein, Wald- und Wirtschaftswege sind neu angelegt worden und können genutzt werden. „Wir werden jetzt mit dem Erdbau starten“, so Raimund Köster, „und das schon, wenn das Wetter hält, ab der nächsten Woche“. Beginnen werden die Erdarbeiten an der B 511 im Bereich des Sportplatzes. Auf die Frage eines Besuchers betonte Raimund Köster, dass der notwendige Erdaushub nicht durch den Ort Bad Fredeburg abtransportiert werde. 

Ab Anfang März ist die K 20 Bad Fredeburg – Altenilpe nicht mehr befahrbar, da sie gesperrt wird. Die Umleitung erfolgt dann über Dorlar. Die Sperrung betrifft auch den Koppenweg von Bad Fredeburg in Richtung Buchhagen-Kapelle. Für die Einwohner von Altenilpe gibt es zu diesem Thema noch eine Bürgerversammlung, der Termin steht jedoch noch nicht fest. Auch soll es im Sommer einen erneuten Termin für interessierte Bewohner auf der Baustelle geben. 

Raimund Köster von Straßen.NRW erläuterte, wie es mit dem Bau der Ortsumgehung weitergeht.

Ein weiterer Schwerpunkt der öffentlichen Sitzung des Bezirksausschusses war der städtebauliche Rahmenplan für Bad Fredeburg. So soll der Bereich des Schulzentrums umgestaltet werden. Hierzu stellte Landschaftsarchitekt Andreas Frese erste Planungen für die Gestaltung der Außenanlagen und des Schulhofs mit Spiel- und Bewegungsangeboten vor. Die Planungen sollen jedoch noch mit Lehrern, Eltern und Schülern besprochen werden. 

Adventure-Golf im Frettelt-Park

Ein weiteres Thema war die Renaturierung des Baches „Frettelt“. Dieser soll im Bereich der jetzigen Minigolf-Anlage geöffnet werden und dann um das Gelände des Schulzentrums herum in Richtung B 511 fließen. Im Frettelt-Park soll dann eine Adventure-Golf-Anlage mit 18 Bahnen aus Kunstrasen und mit Hindernissen versehen entstehen. Dazu äußerte Andreas Dicke von der Stadtverwaltung Schmallenberg, dass Fördergelder beantragt, jedoch zum Teil noch nicht genehmigt worden seien. Und Bürgermeister Bernhard Halbe ergänzte: „Man muss damit leben, dass es auch mal etwas länger dauern kann bis wir starten können“. 

Ebenfalls Thema der Sitzung war die Gestaltung des öffentlichen Raumes, besonders des Straßenzugs Im Ohle / Hochstraße / Kirchplatz und Bödefelder Straße. Hierzu berichtete Andreas Dicke, dass einem Planungsbüro ein Auftrag erteilt worden sei. Dieser soll auf einer Bürgerversammlung am 25. Februar vorgestellt werden. 

Ausschussvorsitzender Ludwig Poggel sprach dann ein für ihn leidiges Thema an. Im Bereich der Altstadt, Straße Unterer Hügel, befindet sich auf einem städtischen Grundstück ein ehemaliges Backes, das in späteren Jahren auch als Schweinestall genutzt wurde. Seit Jahrzehnten ist das Gebäude jedoch dem Verfall preisgegeben und mit einem Bauzaun gesichert. Da das Gebäude jedoch unter Denkmalschutz steht, ist ein Abriss nicht möglich. Einstimmig beschloss der Bezirksausschuss, dass Bürgermeister Bernhard Halbe Verhandlungen mit der Oberen Denkmalbehörde aufnimmt, „um die Ruine“, wie es Ludwig Poggel nannte, „aus dem Denkmalschutz zu entlassen und zu beseitigen. Damit würde ein wirklicher Beitrag zum Ortsbild von Bad Fredeburg geleistet“.

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