Großes Vorhaben startet

Pfarrkirche St. Antonius Fleckenberg wird renoviert 

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Letzte Vorbereitungen: Die Stühle und Bänke wurden aus der Pfarrkirche St. Antonius getragen. 

Fleckenberg. Wer in diesen Tagen die St.-Antonius-Pfarrkirche in Fleckenberg betritt, erblickt nahezu leere Räumlichkeiten. Dort, wo sich sonst Altar und Orgel befinden, stehen drei riesige „Holzpakete“. Alles andere haben rund 20 Mitglieder der Kirchengemeinde Fleckenberg am vergangenen Samstag in mühevoller Arbeit ausgeräumt und damit die letzten Vorbereitungen für ein großes Vorhaben getroffen: die Innenrenovierung der Kirche.

Bereits in dieser Woche soll es losgehen. „Am vergangenen Donnerstag sind die Figuren abgebaut worden, die nun von der Restauratorin in ihrem ‘Atelier’ bearbeitet werden“, berichtet Frank Hanses vom Kirchenvorstand. Hinter den drei riesigen „Holzpaketen“ verbergen sich – geschützt vor den anstehenden Renovierungsarbeiten – die Altäre und die Orgel. Die Bänke wurden abtransportiert und in den Räumen der ehemaligen Firma Liesmann in Hundesossen eingelagert.

Die Stühle zieren jetzt das Antoniushaus, wo alles für die Gottesdienste hergerichtet wurde, die für den Zeitraum der Renovierung dort stattfinden.

„Uns war es wichtig, dass die Gottesdienste weiter in Fleckenberg abgehalten werden, um das Gemeindeleben aufrecht zu erhalten“, betont Hanses und blickt voraus: „In dieser Woche kommt der Steinmetz und fängt mit dem Fußboden an“. Sobald diese Arbeiten erledigt sind, werde das Gerüst in der Kirche aufgebaut und die Kirchenmaler gehen ans Werk.

Ein gutes halbes Jahr werde es wohl dauern, bis die Kirche wieder für Gottesdienste genutzt werden könne. „Der Architekt schätzt Oktober, wir hoffen, dass wir zum Advent wieder einziehen können“, gibt Hanses eine vorsichtige Prognose.

Die Renovierung umfasst eine Trockenreinigung und den Neuanstrich der Wand- und Gewölbeflächen sowie die Wiederherstellung des Hochaltars und eines Seitenaltars in den ursprünglichen Zustand im Jahr der Kircheneinweihung 1911. Außerdem sollen die Kirchenfenster überarbeitet werden und Motoren für die Lüftungsflügel zum automatischen, klimaregulierenden Lüften eingebaut werden.

Vorgesehen ist ein neuer, zentraler Standort für das Taufbecken, ebenso wie ein barrierefreier Zugang über eine neue Rampe zum Hauptportal der Kirche. Stark beschädigte Bodenfliesen sollen zudem ausgetauscht werden. Im Altarraum ist eine neue Beleuchtung geplant, ebenso eine neue Bestuhlung für Priester und Messdiener. Die Sitzpolster sollen erneuert und Kniepolster angeschafft werden.

Außerdem soll eine neue Lautsprecheranlage für eine bessere Akustik sorgen. Die Restauration der Figuren ist ebenfalls ein Bestandteil der Renovierung, die insgesamt 490.000 Euro kostet. Davon übernimmt rund 65 Prozent das Erzbistum Paderborn, etwa 35 Prozent trägt die Kirchengemeinde.

Beschlossen wurde das Projekt im Rahmen einer Kirchenvorstandssitzung im Dezember 2014. „Nach der letzten Renovierung vor mehr als 40 Jahren haben die zuständigen Stellen ihre Unterstützung zugesagt“, freut sich Hanses und betont die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband Meschede, dem erzbischöflichen Generalvikariat und dem Architekten Norbert Sonntag.

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