„Gewinn für gesamte Region“

Pflegeschule in Bad Fredeburg offiziell eröffnet 

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Symbolische Schlüsselübergabe: Die Pflegeschule des DRK-Bildungsinstituts für Gesundheitsberufe ist am Freitag offiziell eröffnet worden.

Bad Fredeburg - In feierlichem Rahmen wurde am Freitagvormittag offiziell die neue Pflegeschule des DRK-Bildungsinstituts für Gesundheitsberufe im ehemaligen St.-Georg-Krankenhaus in Bad Fredeburg eingeweiht. Eine Einrichtung, die langfristig gesehen 25 angehenden Pflegekräften die Möglichkeit bietet, ihre Ausbildung heimatnah zu absolvieren und zudem dem Fachkräftemangel im Hochsauerlandkreis entgegenwirken soll.

„Die DRK Soziale Dienste Meschede gGmbH stellt sich einer großen Zukunftsverantwortung. Sie gewährleistet Pflege im ländlichen Raum. Hier haben alle Akteure einen Impuls gesetzt, um den wachsenden Bedarf in der Pflege aktiv zu steuern“, so Dr. Michael Schult, stellvertretender Landrat des HSK.

In seinem Grußwort ging Schult weiterhin auf die kommende Zusammenlegung der Pflegeberufe ab 2020 ein als auch auf die Reaktivierung des alten Krankenhauses. „Die Schule ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Zusammen mit dem Schmallenberger Netzwerk wurde am „Runden Tisch“ ein Projekt erarbeitet, das richtungsweisend ist. Hier wurde gemeinsam an einem Strang gezogen und echte Pionierarbeit geleistet.“

Die neue Pflegeschule am Gesundheitsstandort Bad Fredeburg, die mit den Kooperationspartnern vom „Runden Tisch Pflege Schmallenberg“ (wir berichteten) laut Angaben von Geschäftsführer Norbert Vowinkel innerhalb nur eines Jahres entstanden ist, bietet derzeit 17 angehenden Pflegekräften die Möglichkeit, wohnortnah ihren Traumberuf zu erlernen, somit einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf den demografischen Wandel zu leisten. Rund 3,3 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, die Tendenz sei steigend und der Bedarf an qualifizierten Kräften steige stetig. Daher leisten die Schüler/innen, die bereits am 1. Oktober mit ihrer Ausbildung begonnen haben und mit einem Tablet ausgestattet wurden, schon jetzt einen Beitrag in Sachen Fachkräftemangel.

"Fachkräftemangel ist ein großes Problem im ländlichen Raum

Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe lobte in seiner kleinen Ansprache die neue Pflegeschule, wies darauf hin, dass das alte Krankenhaus nun wieder ein Haus der Gesundheit sei und durch die Wiederbelebung neue Arbeitsplätze geschaffen würden. „Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem im ländlichen Raum. Dieses Projekt ist ganz wichtig und ein wesentlicher Beitrag für eine berufliche Perspektive. Ich würde mir wünschen, dass mehrfach so etwas hinzubekommen sei“, so Halbe.

Ein digitales Grußwort ging auch von Karl-Josef Laumann aus, Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. In seiner Ansprache über das neue Whiteboard der Schule lobte er den Beitrag zur Fachkräftesicherung, somit für ein gutes Gesundheitssystem und eine funktionierende Gesellschaft.

Schulleiterin Andrea Heupel stellte in ihrer Laudatio die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der neuen Pflegeschule in den Vordergrund, zollte dem Aufbau innerhalb kürzester Zeit großen Respekt und sprach davon, dass am „Runden Tisch“ viel bewegt und geschafft worden sei. Des Weiteren wertete sie die Eröffnung der Einrichtung als einen Gewinn für die gesamte Region.

„Die Schule wird weiter wachsen. Wir haben jetzt schon Anfragen aus Bad Berleburg. Die Schule ist ausgestattet mit neuen Medien. Mit ihren Tablets können die Schüler auf die interaktive Tafel zugreifen und in einer tollen Atmosphäre an dem hochmodernen Pflegebett lernen“, so die Schulleiterin.

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