Pflegesituation im Fokus

Karl-Josef Laumann (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag NRW, 3. v. l.) besuchte das Seniorencentrum St. Raphael in Bad Fredeburg. Foto: Marco Twente

Karl-Josef Laumann war am Freitag zu Gast im Caritas Seniorencentrum St. Raphael in Bad Fredeburg. Bei einem Rundgang durch das Haus stellten Leiter Axel Trompeter, Dagmar Kieselmann (Geschäftsführerin Caritas Altenpflege) und heimische Politiker dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag NRW sowie MDL Klaus Kaiser die Einrichtung und das Pflegeumfeld der Stadt Schmallenberg vor.

Bei einer kurzen Führung durch das Seniorencentrum und Gesprächen mit Mitarbeitern konnte sich Laumann ein Bild vom individuellen Lebensumfeld der Bewohner machen. "Dies ist eine sehr gut geführte Einrichtung mit hoher Qualität", lobte der CDU-Politiker. Generell sprach sich Laumann auf diesem Sektor dafür aus, Bürokratie abzubauen und auf mehr Vertrauen zu setzen. Denn Bewohner der Einrichtungen sollten stets im Mittelpunkt stehen.

Ein Thema an diesem Vormittag war auch die Schließung des St. Georg Krankenhauses sowie die haus- und fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum und in der Stadt Schmallenberg. Hier sei Laumann "entsetzt" wie die Politik über dieses gravierende Thema hinweggehe. "NRW braucht eine weitere medizinische Fakultät", forderte Laumann. So würden in NRW rund 400 bis 500 Ärzte zu wenig ausgebildet. Es mangele an Ärzten, die sich auf dem Land niederlassen.

Versorgung auf dem Land: Kritik an Politik

Eine Idee, um die Versorgung in der Region wahrzunehmen, sei die Entwicklung hin zur Gemeinschaftspraxis und zum Medizinischen Versorgungszentrum. Ein Anreiz biete der vom Bundestag beschlossene Zuschlag für Ärzte, die sich in unterversorgten Gebieten niederlassen.

Thema am Freitag war zudem die Pflegesituation in Schmallenberg unter dem besonderen Aspekt der Entwicklung der Kurzzeit- und Tagespflege im ehemaligen St. Georg Krankenhaus Bad Fredeburg. Hier laufen laut Axel Trompeter und Burkhard König, Beigeordneter der Stadt Schmallenberg, Gespräche, unter anderem mit dem Caritasverband Meschede, um ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept für eine Wiedereröffnung in den Räumen des ehemaligen Krankenhauses zu erörtern. Es solle – neben dem MVZ – eine Anlaufstelle mit einem kompletten Angebot, von der Beratung, über ambulante Dienste bis hin zur Dauerpflege entstehen.

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