Vom Sauerland auf die Berge der Welt

Profi-Mountainbiker aus Wenholthausen spricht über größte Herausforderung

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Radsport ist seine Leidenschaft: Profi-Mountainbiker Bastian Müller (vorne) aus Wenholthausen erklimmt nicht nur die Sauerländer Höhen, sondern auch die Gipfel dieser Welt, wie hier bei den „World Series“ in Italien.

Wenholthausen - Mit Straßenrennen vor rund 15 Jahren fing alles an – mittlerweile hat sich der 29-jährige Bastian Müller aus Wenholthausen einen Namen in der Mountainbike-Szene gemacht. Teamfahrer bei der NRW-Auswahl von Mondraker Rockets, Titelverteidiger beim 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring sowie zahlreiche weitere Top Ten-Platzierungen sprechen für den Erfolg des Bikers aus Leidenschaft – über seine wohl größte Herausforderung berichtet er im Gespräch mit dem SauerlandKurier.

Bei Bastian Müller ist der Name seines Zweirads Programm: Mit dem Mountainbike geht es für ihn stets hoch hinaus, wie auch beim kürzlich ausgetragenen Mountainbikerennen „Sellaronda Hero Wolkenstein“ – einem hochkarätigen „World Series Marathon“ in der wohl imposantesten Gebirgsgruppe Italiens, den Dolomiten. 86 Kilometer Strecke, rund sieben Stunden Fahrt und 4500 Höhenmeter bringen selbst einen waschechten Sauerländer ins Schwitzen. 

„So harte Rennen mit derartigen Anstiegen bin auch ich nicht gewohnt“, resümiert der Radprofi den internationalen Wettstreit, bei dem er von rund 1200 Teilnehmern unter den besten 300 landete. „Für mich war das Ziel das Ziel – wenn man sich die Ergebnisliste anschaut, haben rund 200 Leute die finale Linie gar nicht überquert. Im Sauerland bin ich zwar oft unter den ersten Zehn, in den Dolomiten musste ich taktisch allerdings ganz anders fahren als hier. Es war eine tolle Erfahrung für mich, bei der ich aber auch an meine Grenzen gestoßen bin“, erzählt Bastian Müller, der erst vor fünf Jahren auf das Mountainbike umgestiegen ist – in erster Linie aus Respekt vor dem „Dominoeffekt“ der vielen Massenstürze in Straßenrennen, mit denen auch er Erfahrung gemacht habe. 

In die Pedale treten wird er als Nächstes am kommenden Sonntag beim 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring“, um im 8er-Team den Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Auch in seiner Heimat rund um Schmallenberg tritt er im August zum Marathon in Grafschaft und Nordenau an. „Wenn es gut läuft, erhoffe ich mir natürlich wieder einen Platz unter den Top Ten“, so die zuversichtlichen Worte des Wenholthauseners. Ob ihm dies gelingt und er auf bisherige Erfolge aufbauen kann, wird er schon bald im Herzen des Sauerlands unter Beweis stellen und sich erneut seiner größten Leidenschaft widmen.

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