Projekte am Leben erhalten

Die Teilnehmer der Gründungsversammlung des Freundeskreises der Borromäerinnen. Foto: Heike Schulte-Belke

"Helfen, wo geholfen wird", so könnte man die Grundidee bei der Gründung eines neuen Vereins beschreiben. "Der Freundeskreis der Borromäerinnen" wurde in dieser Woche im Kloster Grafschaft ins Leben gerufen.

Bei der Gründungsversammlung, eröffnet durch Generaloberin Schwester Borromäa Jilg, gab Klosterverwalter Frank Schauff einen Gesamtüberblick über die Einrichtungen und Projekte der katholischen Ordensgemeinschaft. Seit über 100 Jahren helfen die Ordensschwestern der Bevölkerung von Ägypten, Palästina und Rumänien durch Bildung, Alten- und Krankenpflege, Armenversorgung und Völkerverständigung. Die Errichtung deutscher Schulen in Alexandria und Kairo, ein Alten- und Pflegeheim in Alexandria, eine Ambulanz in Kairo und Emmaus und eine Kinderbetreuung in Gioseni (Rumänien) sind die Hauptaufgaben der Kongregation.

Anhand vieler Fotos wurden die äußerst menschenunwürdigen Verhältnisse deutlich, in denen die Menschen dort leben und zu deren Verbesserung die Ordensschwestern beitragen. Großfamilien, die auf engstem Raum wohnen, Behandlung und medizinische Versorgung mit einfachsten Mitteln und Nahrungsmittelknappheit - geholfen wird überall und ohne Frage nach Kultur und Religion.

Die Anzahl der Ordensschwestern liegt derzeit bei 164 und ist weiter rückläufig. Das bedeutet auch, dass weniger Spenden gesammelt werden können. Hauptaufgabe des "Freundeskreis der Borromäerinnen" ist zunächst die Mitfinanzierung begonnener Maßnahmen und Projekte. Die Arbeit soll an allen Standorten gesichert und weiterentwickelt werden, und das bedarf Unterstützung.

Auch neue Projekte sind wünschenswert, wenn es die finanziellen Mittel zulassen. Heinz-Dieter Neumann, der sich seit einiger Zeit mit den Interessen der Ordensschwestern auseinandersetzt, reiste selbst nach Ägypten und machte sich ein Bild von der Lage vor Ort. Ein zusätzliches finanzielles Standbein sieht auch er in der Gründung des Vereins. Schwester Borromäa dankte ihm für sein Engagement und würdigte ihn als ersten "Freund" des Freundeskreises". Neumann wurde zum Vorsitzenden gewählt, Christian Berken als sein Stellvertreter. Kassierer ist Horst-Peter Wiethoff, Schriftführer Hans-Robert Schrewe. Die vier Beisitzer sind Dieter Czogalla, Paul Falke, Bernhard Halbe und Annelie Ruddies-Warwitz. Als Kassenprüfer wurden Andreas Ermecke und Peter Vogt gewählt. Geborenes Mitglied des Vorstandes ist die Generaloberin der Kongregation.

Ein weiteres Ziel ist es, die Zahl der Mitglieder im Freundeskreis in den nächsten zwei Jahren auf 200 bis 250 Personen zu vergrößern, um die Projekte auch langfristig am Leben zu erhalten. Wer dem Verein beitreten und somit unterstützen möchte, ist jederzeit willkommen.

Spendenkonto: "Freundeskreis der Borromäerinnen Kloster Grafschaft e.V.", Stadtsparkasse Schmallenberg, BLZ 460 528 55, Kto. 95380 und bei der Volksbank, BLZ 460 628 17, Kto.1011 404 400.

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