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Qualität steigern

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Willi Brase und Sabine Bätzing-Lichtenthäler sind sich einig: "Für die vielen Bahnfahrer auf der Siegstrecke muss eine verlässliche Versorgung gewährleistet sein!" Ebenso haben sie gefordert, dass sich die Anschlusszeiten am Siegener Bahnhof verbessern. Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten aus der Region hatten in der Vergangenheit mehrfach Beschwerdebriefe von Bürgern erhalten, die sich unzufrieden mit der Qualität auf der Strecke zwischen Köln und Siegen zeigten.

Das nahmen sie zum Anlass, um mit dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord sowie dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd zu sprechen. Seitens der Zweckverbände teilte man mit, dass Mitte September 2011 für Siegens Hauptbahnhof ein Betriebsversuch geplant sei, in dem überprüft werden soll, ob durch eine andere Gleisbelegung die Wegstrecken zwischen den Anschlusszügen der RE 9 (Aachen - Köln) und RE 99 (Siegen - Frankfurt) verkürzt werden können, ohne damit andere Anschlussprobleme zu erzeugen. Gleichzeitig könnte dann auch die Einfahrgeschwindigkeit der RE 9 in den Bahnhof erhöht werden. Bei einem positiven Ausgang des Versuchs ist eine Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember geplant.

Derzeit wird die Strecke bis auf einen Fahrzeugpark mit älteren "Doppelstockwagen" befahren. Bereits zur Fahrplanumstellung 2010 sollten neue sprintstarke Elektrotriebwagen eingesetzt werden. Das die neuen Triebwagen noch nicht fahren, ist auch ein Grund für die dauernde Unpünktlichkeit auf der Strecke.

Besserung noch in diesem Jahr?

Die Zweckverbände gehen davon aus, dass durch die sprintstarken "Talent-2-Triebwagen" der Fahrbetrieb pünktlicher sein wird. Wann allerdings die neuen Elektrotriebwagen zum Einsatz kommen, ist noch nicht ganz klar. Derzeit gehen die Zweckverbände von einem Einsatz ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 aus.

Ein weiteres Problem seien die infrastrukturellen Probleme auf der Siegstrecke, wie die Langsamfahrstellen, zwischen Betzdorf und Wissen sowie zwischen Mudersbach-Niederschelderhütte und Niederschelden (Bahnübergang), die beiden eingleisigen Abschnitte sowie die Bautätigkeit auf der Strecke. Die DB Netz AG habe aber zugesichert, dass die beiden Langsamfahrstellen noch in diesem Jahr beseitigt werden. Man war sich einig, diese Aussage kritisch zu begleiten, da die DB dies schon mehrfach "versprochen" hatte.

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