Seit 45 Jahren verbunden 

38 Schmallenberger besuchen Partnerstadt Wimereux

Auf der Rathaustreppe in Wimereux versammelten sich die Gäste aus Schmallenberg mit ihren Gastgebern.

Schmallenberg. Die Bürgerfahrt nach Wimereux stand im Zeichen des 45-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft. Bereits im September 2017 wurde in Schmallenberg gefeiert, nunmehr starteten 38 Bürgerinnen und Bürger zum Gegenbesuch an die Côte d´Opale.

In Wimereux angekommen, konnten bei einem ersten Spaziergang Sonne, Strand und Meer genossen werden. Abends fand die offizielle Jubiläumsfeier mit Erneuerung der Partnerschaftsurkunden durch die beiden Bürgermeister Francis Ruelle und Bernhard Halbe im „Salon de la Baie Saint-Jean“ statt. Wie in Frankreich bei besonderen Anlässen üblich, folgte ein ausgiebiges Abendessen, welches mit Musik- und Tanzeinlagen aufgelockert wurde. Bei guten Gesprächen in freundschaftlicher Atmosphäre verging die Zeit wie im Flug und erst weit nach Mitternacht ging es zurück in die kleinen Stadthotels.

Der Samstagmorgen stand zur freien Verfügung, um zum Beispiel einen ausgiebigen Spaziergang oder einen Einkaufsbummel zu machen. Mittags gab es ein reichliches Buffet, bevor der Bus nach Boulogne sur Mer startete, um das „Nausicaá Centre National de la Mer“, das größte öffentliche Aquarium Europas, zu besuchen. „Nausicaá“ ist eine Figur aus der Odyssee von Homer und entsprechend geheimnisvoll und faszinierend offenbarte sich den Gästen aus dem Sauerland die Unterwasserwelt in den weitläufigen Ausstellungsräumen. Höhepunkte waren zum Beispiel der 18 Meter lange Glastunnel sowie die 7 Meter hohe Glaswand des riesigen Meerwasserbeckens mit Haien, Rochen und zahlreichen anderen exotischen Fischarten. Die vielen Eindrücke wurden nach der Rückkehr nach Wimereux bei einem ausgiebigen Abendessen in einem Restaurant an der Strandpromenade verarbeitet.

„Rue Gerhard Schmidt“ eingeweiht

Aufgrund der jahrelangen Bekanntschaften und der herzlichen Grundstimmung ging der Gesprächsstoff nicht aus und fehlende Vokabeln wurden mit Zeichensprache überbrückt. Juliane Wüllner und Jean-Paul Herlem, die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, freuten sich über das unkomplizierte Miteinander und erinnerten in ihren Grußworten an Ereignisse der letzten Jahre. Am Sonntagmorgen dann einige bewegende Zeremonien: So wurde eine zentral gelegene Straße in „Rue Gerhard Schmidt“ umbenannt, um die Verdienste des 2016 verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Freundeskreises Wimereux um die Städtepartnerschaft zu würdigen.

Im Anschluss dann die Kranzniederlegung am Ehrenmal, begleitet durch die Klänge der Nationalhymnen und der Europahymne. Der folgende Gottesdienst wurde durch den heimischen Organisten Dr. Hubertus Weber mitgestaltet und auch das obligatorische Gruppenfoto auf der Rathaustreppe sowie der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt durften nicht fehlen. Danach stand noch ein ausgiebiges, gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, bevor die späte Rückreise angetreten wurde.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren – wieder einmal – begeistert von der Gastfreundschaft sowie dem Programm, welches trotz aller Pflichten noch ausreichend Zeit zur Erkundung der schönen Stadt und der reizvollen näheren Umgebung ließ. Zum Abschluss hieß es: „A bientôt à Schmallenberg – bis bald in Schmallenberg“, denn schon im nächsten Jahr soll ein Gegenbesuch anlässlich des 775-jährigen Stadtjubiläums erfolgen. Wer Interesse an der Städtepartnerschaft mit Wimereux hat, ist eingeladen Mitglied des Freundeskreises zu werden. Beitrittsformulare gibt es im Internet (www.freundeskreis-wimereux.de).

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