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Schmallenberger nehmen wieder am Carbage Run teil

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Von: Marco Twente

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David und Christian Hellwig, Tobias Hentschel, Thomas Kleine und Peter Brunert (v.l.) starten am Montag beim zweiten Carbage Run Deutschland. Foto: Marco Twente
David und Christian Hellwig, Tobias Hentschel, Thomas Kleine und Peter Brunert (v.l.) starten am Montag beim zweiten Carbage Run Deutschland. © Marco Twente

Schmallenberg. Mehr als 2.500 Kilometer quer durch Südeuropa, durch Hitze, Staub, über steile Bergpässe oder vorbei an schönen Stränden – und alles mit einer „Schrottkarre“. Nicht möglich? Doch! David Hellwig, sein Cousin Christian und Peter Brunert haben dieses Abenteuer im vergangenen Jahr bestanden. Danach war für die drei Schmallenberger klar: „2018 sind wir wieder dabei“, beim Carbage Run Deutschland 2018 vom 30. Juli bis zum 3. August.

„Bei mir war letztes Jahr danach sofort klar: ich bin wieder dabei“, berichtet Peter Brunert aus Mailar begeistert. „Da sind Landabschnitte, die siehst du als normaler Tourist nicht“, ergänzt David Hellwig, der mit seinem Cousin wieder im Team „Das kalte Ei“ fährt. Von größeren Pannen sind die Schmallenberger bei ihrem Roadtrip 2017 verschont geblieben und das ist auch in den kommenden Tagen wieder das Ziel, wenn es am Montag 500 Kilometer Richtung Startort Freiburg im Breisgau geht. Dann heißt es einfach nur „Hoffen, dass das Auto hält und am Ende im Ziel ankommen.“

Auch in diesem Jahr ist der Name des Rennens „Carbage“ Programm, denn das Wort setzt sich zusammen aus den englische Begriffen „Car“ (Auto) und Garbage (Schrott). Die teilnehmenden Autos dürfen daher nicht mehr als 500 Euro kosten. Gemeinsam mit Thomas Kleine und Tobias Hentschel geht Peter Brunert mit einem Audi A8, Baujahr 1994, an den Start. Fast zwei Wochen hat das Team an der „Schrottkiste“ geschraubt, um sie fahrbereit zu machen. Immerhin 252.000 Kilometer hat der Bolide schon runter – und das als Benziner... „Wir sind auch just in Time fertig geworden“, zeigt sich Brunert erleichtert.

Probleme hatten auch David und Christian Hellwig, denn das ursprüngliche Auto, ein amerikanischer Van, hatte einen Motorschaden. Als Ersatz erstanden die beiden einen Nissan Patrol aus dem Jahr 1998. Der Diesel hat 220.000 Kilometer gelaufen. Alle Autos müssen versichert und TÜV-geprüft sein, bevor es am Montag, 30. Juli, auf die erste von insgesamt fünf Etappen geht. Nicht die Geschwindigkeit zählt hierbei, ein gemeinsames Ankommen ist das Ziel des Rennens. Und das haben die Schmallenberger 2017 geschafft und „das ist“, verrät Brunert, „auch in diesem Jahr der Plan“. Pro Tag sind rund 500 Kilometer zu absolvieren. Los geht es von Freiburg, nach Südfrankreich, von dort weiter bis auf 2.000 bis 3.000 Meter Höhe in den Zwergstaat Andorra und weiter nach Spanien. Bei einer Panne helfen sich die in diesem Jahr teilnehmenden 350 Teams untereinander. Außerdem gilt es, an jedem Tag drei verrückte Aufgaben zu erledigen. Und natürlich Hindernisse wie die brütende Hitze zu überwinden. „Ich habe gehört, in Südfrankreich ist derzeit eine Mückenplage. Wir haben schon jede Menge Anti-Brumm eingepackt“, scherzt Brunert.

Für die meisten Punkte, das originellste Auto gibt es Geldpreise. Doch das spielt für die Schmallenberger keine Rolle. Für sie zählt das Abenteuer, die Landschaft und die Geselligkeit. „Wir werden da noch ein paar Tage in Spanien dranhängen“, sind sie sich einig. Das gleiche gilt für ihr Ziel: Gemeinsam ankommen.

Carbage Run

Erstmals 2009 in den Niederlanden gestartet, ist der Carbage Run mittlerweile ein länderübergreifendes Event mit Hunderten Teilnehmern. Nach der gelungenen Premiere in Dänemark 2015 und Deutschland 2017 folgt nun der zweite Carbage Run Deutschland. Infos auf www.carbagerun.de

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