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Schmallenbergs Tourismus-Chef Hubertus Schmidt ist tot - Weggefährten äußern sich

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Von: Marco Twente

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Ein Visionär und Teamplayer: Tourismusdirektor Hubertus Schmidt ist am vergangenen Montag gestorben.
Ein Visionär und Teamplayer: Tourismusdirektor Hubertus Schmidt ist am vergangenen Montag gestorben.

Schmallenberg - Schmallenberg trägt seine Handschrift. Ihm lag nicht nur „der Tourismus im Blut“, vor allem lag ihm sein Heimatort am Herzen. Der Spirituelle Sommer, die Schmallenberger Woche, das Schmallenberger Kinderland, unzählige Ideen und Projekte sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Trotz seiner ALS-Erkrankung kämpfte Tourismusdirektor Hubertus Schmidt unermüdlich für die Weiterentwicklung Schmallenbergs. Nach schwerer Krankheit starb der Geschäftsführer der Schmallenberger Sauerland Tourismus GmbH am Montag im Alter von 52 Jahren.

„Sein Tod war ein großer Schock“, zeigte sich Marcus Schulte-Glade, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Schmallenberg, sichtlich betroffen. Auch für Christian Koch, Vorsitzender des Verkehrsvereins, kam die traurige Nachricht überraschend: „Denn trotz seiner schweren Krankheit war er immer positiv, hat bis zum Schluss Projekte geplant, umgesetzt und in die Zukunft geblickt“.

Wie er und seine Familie mit den vielen Schicksalsschlägen umgegangen sind, sei ohnehin beeindruckend gewesen. Als absoluter Teamplayer habe er sich nie beschwert und stets das Miteinander, das „Wir“ vorgelebt, so Schulte-Glade über Schmidt, der den Posten des Geschäftsführers der Kur- und Freizeit GmbH im März 2009 übernommen hatte. Dabei sei ihm stets wichtig gewesen, den Ort Schmallenberg weiter voranzubringen. 

Hubertus Schmidt ist tot - "wird Schmallenberg fehlen"

Dies war auch ein Grund, warum sich Schmidt noch Anfang des Jahres 2020 als Bürgermeisterkandidat für die CDU in Schmallenberg beworben hatte. „Wir konnten Hubertus Schmidt als sehr guten und hier tief verwurzelten Kenner Schmallenbergs kennenlernen“, sagte die CDU über ihren Kandidaten, der seine Bewerbung auf Rat von Ärzten und Freunden zurückzog. Hubertus Schmidt habe zugleich aufgezeigt, dass „wir den Standort Schmallenberg mit all seinen Stärken noch besser und vor allem einheitlich nach außen präsentieren müssen.“ Auch diese Aussage passte zu dem „Zukunftsdenker“.

„Er war ein Visionär, der alle Akteure an einen Tisch gebracht hat und bei dem die Fäden zusammenliefen“, so Schulte-Glade. Nicht nur in Schmallenberg und der Ferienregion Eslohe, sondern auch darüber hinaus, sei er sehr gut vernetzt gewesen. In zahlreichen heimischen Vereinen wie der Schützenbruderschaft St. Johannes Fleckenberg, dem VfL Fleckenberg, dem Lions Club oder der CDU war der Mann aus Fleckenberg-Waidmannsruh mit seinem großen Engagement nicht wegzudenken. 

„Hier hat er sehr viele Dinge angeschoben. Wenn es mal nicht weiterging, hat er versucht, neue, gemeinsame Wege zu finden“, erzählt Marcus Schulte-Glade und fügt hinzu: „Man hat gesehen, wie viel Potenzial in diesem Mann steckt.“ „Er wird Schmallenberg als Visionär und als Mensch fehlen“, weiß auch Christian Koch. Alle Weggefährten wünschen der Familie zugleich viel Kraft für die Zukunft. 

Unzählige Projekte und Ideen

„Du genießt unser Vertrauen und wir hoffen, dass wir gemeinsam die Strukturen, die wir aufgebaut haben, noch weiter vertiefen können“, hatte Karl-Anton Schütte vom Verband der Verkehrsvereine einst bei der Wahl Schmidts zum Geschäftsführer der Kur- und Freizeit GmbH gesagt. Dass Hubertus Schmidt dieses Vertrauen in all den Jahren mehr als bestätigt hat, zeigen jene unzähligen Projekte und Ideen, die Schmallenberg prägen und weiter prägen werden – denn Schmallenberg trägt seine Handschrift.

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