Planungen laufen  

Sögtrop für Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gerüstet 

Die Sögtroper bereiten sich auf den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vor.

Sögtrop. Groß war die Freude der Sögtroper am 7. September 2017. Nach der Bekanntgabe der HSK-Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ kannte der Jubel der 20-köpfigen Delegation im Kreishaus keine Grenzen. Zum ersten Mal hatte das 117-Seelen-Örtchen den ersten Platz in der Kategorie unter 699 Einwohnern belegt und sich damit für den NRW-Landeswettbewerb im September 2018 qualifiziert. „Auch hier wollen wir uns von der besten Seite zeigen“, sagt Josef Lumme. Die Planungen für die Präsentation sind deshalb schon in vollem Gange.

„Ideen gibt es viele“, so Lumme, dem es wichtig ist, dass der Bewertungskommission die „Sögtroper DNA“ vermittelt wird. „Wir wollen authentisch sein“, hat er sich daher im Hinblick auf die Begehung im Zeitraum vom 25. Juni bis 6. Juli 2018 vorgenommen.

Das Motto „Sögtrop... er... Leben“ spiele bei der Präsentation eine große Rolle. Es spiegele eine aktive Dorfgemeinschaft, das Zusammenspiel der Generationen und das gemeinsame Engagement von Jung und Alt im Ort wider.

So soll die Vorstellung der Sehenswürdigkeiten, Projekte und Aktivitäten Sögtrops in Interviewform zwischen jungen und alten Einwohnern erfolgen. Diese Art der Präsentation habe bereits im Stadt- und Kreiswettbewerb zum Erfolg beigetragen und spielt auch bei weiteren geplanten Projekten eine wichtige Rolle.

So ist mit Blick auf den Landeswettbewerb unter anderem ein Kultur- und Generationengarten geplant. „Heute hat kaum noch jemand einen Nutzgarten“, so Lumme. Dass Oma, Opa, Vater oder Mutter den Kindern im Ort das „Gärtnern“ zeigen, sei ein Ziel dieses Projektes.

Weitere Projekte geplant

Es ist geplant, dass jedes Kind im Dorf ein Beet erhält, das es bepflanzen kann. Auch selbst angebautes Obst oder Gemüse können geerntet werden. „So wird das Nützliche mit dem Zweckmäßigen verbunden“, erklärt Lumme. Die Kinder lernen einen besseren Umgang mit Lebensmitteln und woher diese kommen. Zugleich werde die Kommunikation zwischen den Generationen gefördert.

Hierfür solle eine gewisse Vielfalt an Beeten entstehen (Hochbeet, Flachbeete), um einen besonderen Treffpunkt für Eltern und Kinder im Dorf zu schaffen.

„Wir haben Flächen für die Beete im Auge, müssen aber noch Gespräche führen“, berichtet Lumme. Die Beete sollen Ende März, Anfang April angelegt werden und bis zur Begehung im Sommer fertig sein. Ein weiteres Vorhaben betrifft die St. Blasius-Kapelle im Ort. Diese solle mehr in den Mittelpunkt gerückt werden, unter anderem über den angrenzenden Rundwanderweg, der Besucher noch näher zu den Sehenswürdigkeiten in Sögtrop führen soll.

Da erstmals auch die Aktivitäten der Jugend durch die Kommission bewertet werden, soll auch ein Projekt für die Dorfjugend entwickelt werden. Hier könnte sich die Dorfgemeinschaft zum Beispiel die Präsentation der Traditionen Sögtrops vorstellen.

Damit die Kommission Sögtrop auch tatsächlich „erleben“ kann, sollen die Gäste bei der Begehung durch die „Interview-Präsentation“ im Wechselspiel von jungen und älteren Einwohnern über die Highlights im Ort informiert werden. Hierzu zählen unter anderem das alte Backhaus mitten im Ort, der Bolzplatz, das Tretbecken oder die eigene Wasserversorgung. Am Tretbecken mit Aussicht auf das Dorf sei dann der Abschluss geplant – mit anschaulichen Infos zu den Aktivitäten im Ort, wie Kutschenturnier oder Bauernmarkt. Über die geplanten Maßnahmen wird in der Versammlung der Dorfgemeinschaft im Februar abschließend abgestimmt.

44 Teilnehmer sind beim Landeswettbewerb insgesamt vertreten. Sögtrop tritt in der Kategorie Dörfer bis 1.000 Einwohner an. Die besten fünf Orte kommen zum Bundeswettbewerb. Natürlich hofft Lumme, am Ende zu diesen fünf Besten zu gehören, denn er weiß: „Wir haben eigentlich nichts zu verlieren und sind ganz positiv gestimmt.“ Eines werden die Einwohner des kleinen Örtchens ganz bestimmt: sich ganz im Sinne der „Sögtroper DNA“ von ihrer besten Seite zeigen.

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