„Im stetigen Wandel“

Löschgruppen blicken bei Stadtfeuerwehrtag auf 2018 zurück

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Beim Stadtfeuerwehrtag wurden zahlreiche Mitglieder, die seit Jahren bei den Läschgruppen aktiv sind, geehrt. 

Schmallenberg. Stadtbrandinspektor Rudolf Schramm informierte kürzlich in der Schützenhalle Lenne Feuerwehrkameraden, Gäste und Ehrengäste beim 45. Stadtfeuerwehrtag in Zahlen und Daten über das vergangene Jahr.

Die Wehr hatte insgesamt 264 Einsätze, davon 59 Brandeinsätze, 109 Technische Hilfe, 23 First Responder und fünf Brandsicherheitswachen. 36 Mal rückte die Wehr zu Fehlalarmen aus. 32 Mal wurden sonstige Einsätze unter anderem Absicherung von Umzügen, Ordnerdienste bei Veranstaltungen geleistet. Zwölf mal mussten Personen gerettet werden. Insgesamt leistete die Wehr 6719 Einsatzstunden, 23094 Übungsstunden und 12192 Lehrgangsstunden.

Bürgermeister Bernhard Halbe überbrachte Grüße im Namen von Rat und Verwaltung. „Einmal im Jahr treffen sich Feuerwehrkameradinnen und Kameraden zum Stadtfeuerwehrtag, um zu feiern, um in gemütlicher Runde Erfahrungen auszutauschen, aber auch, um die Leistungen der vergangenen Jahre zu Würdigen“, so Halbe. Dem Leitspruch getreu „Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“ sei man gefolgt und habe die Feierlichkeiten mit dem Gottesdienst begonnen, zelebriert durch Pfarrer Ignatius Möncks. 

Dankesworte, Anerkennung und Respekt richtete der Bürgermeister an alle aktiven Feuerwehrkameraden. Für die musikalische Untermalung dankte Halbe dem Tambourcorps Fleckenberg. Bernd Krause Kreisbrandmeister überbrachte Grüße von Landrat und Verwaltung, sowie dem Feuerwehrverband des HSK. „Das Jahr 2018 war ein äußerst belastendes Jahr für die Einsatzkräfte im HSK“, sagte Krause. Den Anfang habe der Sturm „Friederike gemacht, der viele Einsätze bescherte.

„Natur zeigt Grenzen auf“

Mit dem Sturm „Eberhard“ habe die Natur auch bereits Grenzen aufgezeigt. „Insbesondere hat uns die lange Trockenheit beschäftigt. Kreisweit hatten wir viele kleine aber auch große Waldbrände“. Als Beispiel nannte Krause den Brand im Schmallenberg im Bereich des „Hohen Knochen“. Die Besonderheit sei das Versiegen von vielen Löschwasserentnahme Stellen. Als Feuerwehr werde man in Zukunft sicherlich die Löschtaktik den geänderten Randbedingungen anpassen müssen. Hierzu habe es bereits Veranstaltungen gegeben. „Die Feuerwehr ist im stetigen Wandel und passt sich den Ereignissen an“.

Zur Verleihung einer hohen Auszeichnung betrat Stadtbrandinspektor Rudolf Schramm mit Ehefrau Silvia die Bühne. Die Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen, um die Verlesung der Urkunde und dem zu Ehrenden zu würdigen. Der Deutsche Feuerwehrverband verlieh in Würdigung hervorragender Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens Stadtbrandinspektor Rudolf Schramm das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in „Gold“. 1985 trat Schramm in die Feuerwehr ein. 

1996-2000 war er stellvertretender Löschgruppenführer in Westernbödefeld, 2000-2010 stellvertretender Leiter der Schmallenberger Wehr, seit 2010 Leiter der Feuerwehr Schmallenberg. Kamerad Schramm übernimmt Verantwortung für die gesamte Feuerwehr Schmallenberg und damit für über 800 Mitglieder in 18 Einheiten. Auf Verbandsebene ist Rudolf Schramm langjähriges Mitglied im Ausschuss des Leistungsnachweises auf Kreisebene. Durch seine ruhige, souveräne Art ist er als Führungskraft geschätzt und geachtet. Im Kreis seiner Kameraden hat er sich hohes Ansehen erworben.

Verleihung der Feuerwehrehrenzeichen

Auch die Verleihung der Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre und in Gold für 35 Jahre aktiver Dienst bei der Feuerwehr und die Verleihung der Feuerwehr-Ehrenurkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft standen auf dem Programm. Die Jugendflamme ein Symbol, das der Träger dieses Zeichens den Anforderungen der Jugendfeuerwehr gewachsen ist, wurden an Jonas Gaß, Laura-Maria Schäfers und Julian Sander aus Kirchrarbach verliehen.

Bürgermeister Bernhard Halbe ging zum Schluss seiner Ansprache auf den finanziellen Bereich der Stadtfeuerwehr ein. „Im vergangenen Jahr wurde der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schmallenberg weiter modernisiert.“ So wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, stationiert bei der Löschgruppe in Berghausen, ein neues Löschfahrzeug LF 10/8 für die Löschgruppe Felbecke und ein neues Löschfahrzeug HLF für die Löschgruppe Bödefeld angeschafft.

Derzeit laufe das Ausschreiben für die Anschaffung von zwei mittleren Löschfahrzeugen vom Typ LF 10/8 für Kirchrarbach und Berghausen. Die Lieferzeit für diese Fahrzeuge betrage rund 14 bis 16 Monate, sodass diese frühestens im Sommer 2020 ausgeliefert und zur Verfügung stehen.

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