Tolle Hilfe für Zeltlager

Gute Stimmung im Betreuerzelt. 30 Betreuer der Ferienfreizeit aus Haltern am See sind erleichtert. Das schwere Gewitter am Wochenende geht in die Freizeitgeschichte ein, unter dem Motto: 'Es war einmal im Sauerland...' Fotos: Kerstin Thielemeier

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So sehen es auch die Kinder und deren Betreuer aus Haltern am See. Am vergangenen Wochenende erlebten die 130 Teilnehmer der FerienFreizeit aus Haltern, wie das Wetter verrückt spielen kann.

Dass es im Sauerland schon mal unangenehm windig werden kann, zeigt die Vergangenheit. Doch von einer Windhose oder Kyrill-ähnlichen Zuständen kann - nach Aussage der Zeltlagerleitung - nicht die Rede sein. "Es war eine schwierige Situation. Im Vordergrund stand für uns Betreuer in erster Linie die Sicherheit der Kinder", berichtet Christian Schulte-Lünzum, einer der Hauptverantwortlichen der Ferienfreizeit St. Laurentius der Gemeinde Haltern. "Gewitter, Regen, Hagel, starker Wind — es kam alles zusammen. Unsere großen Zelte haben auf dieser freien Fläche eine ideale Angriffsfläche für den Wind geboten", erklärt Schulte-Lünzum.

"Wir sind unendlich dankbar"

Trotz aller Widrigkeiten schlägt sein Erzählen schnell in Begeisterung um: "Wie super gut und diszipliniert die Kids reagiert haben. Wie schnell unaufgefordert Hilfe aus dem ganzen Umland kam. Das ist unglaublich. Wir sind unendlich dankbar. Ganz toll."

Das Dorf Arpe, das DRK Bad Fredeburg und die Feuerwehren aus der Region haben ganze Arbeit geleistet. Die Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren wurden sicherheitshalber "ins Trockene" gebracht und mit warmen Essen und trockenen Sachen versorgt.

Kinder leicht verletzt — 30.000 Euro Schaden

Von den 100 Kindern hatten fünf leichte Verletzungen. Zwei Kinder haben eine Nacht im Bad Fredeburger Krankenhaus verbracht. "Das war supercool. Ich hatte TV und ein eigenes Bad auf dem Zimmer", erinnert sich der kleine Lukas Behn. Dass er von einer Zeltstange leicht am Rücken verletzt wurde, scheint vergessen.

"Wir haben versucht, die Zelte festzuhalten, es war echt lustig", doch aus diesem Spaß wurde für Lukas Behn und seine Freunde sehr schnell Ernst. "Als wir merkten, dass der Wind einige Zelte zerlegte, haben wir unsere Zelte selber flachgelegt, um größeren Schaden zu vermeiden", beschreibt die Lagerleitung den Ernst der Lage.

Für Christian Schulte-Lünzum und seine Betreuer ist es eine schwierige Situation. Auf der einen Seite steht das Unwetter, dass erheblichen Schaden am Zeltlager verursacht hat (geschätzt werden 30.000 Euro) und auf der anderen Seite das Naturschauspiel, dass die Kinder "unbeschadet" erlebt haben.

Fakt ist, dass alle Kinder wieder fit sind und sich mit großer Begeisterung an dieses nicht geplante Event erinnern. Nach eigenen Aussagen der Kinder war es "mega".

Mittlerweile sind alle Sachen getrocknet, Zelte wieder aufgebaut und teilweise ersetzt.

Die 30 Betreuer der Ferienfreizeit aus Haltern freuen sich, dass alle ihre Ferien bis Ende nächster Woche im Sauerland verbringen wollen und können. Hoffentlich mit viel Sonnenschein.

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