„Mein Traumberuf“

Wormbacher Moritz Koch auf dem Weg zum staatlich anerkannten Erzieher 

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Ab und zu mal zocken gehört auch dazu: Für Moritz Koch ist der Erzieher-Beruf ein Traumjob. 

Schmallenberg. Kinder fördern, für sie verantwortlich sein, mit ihnen basteln oder spielen, gemeinsam essen, sie begleiten, ihre Entwicklung dokumentieren, manchmal natürlich auch die Windeln wechseln..., dazu stets ein offenes Ohr für die Eltern haben – so ungefähr sieht ein Arbeitstag im Leben von Moritz Koch aus. Anspruchsvoll? „Auf jeden Fall“, sagt der gebürtige Wormbacher. Bisweilen auch stressig? Auch das! Doch der 22-Jährige hat seinen Traumberuf gefunden. Moritz Koch ist angehender Erzieher und absolviert sein Anerkennungsjahr im Kindergarten Ahornweg in Schmallenberg.

„Es ist eine wirklich komplexe Ausbildung“, schwärmt Koch, der zurzeit als einziger männlicher (angehender) Erzieher in den Kitas der Stadt Schmallenberg beschäftigt ist. Hier habe (M)man(n) aber mit Klischees nicht viel zu tun. „Und das ist schön“, berichtet der Auszubildende. Nach zwei Jahren Theorie am Berufskolleg Bergkloster Bestwig mit begleitenden Praktika befindet er sich mit dem Anerkennungsjahr nun auf der Zielgeraden auf dem Weg zum staatlich anerkannten Erzieher.

In der Praxis ist er außerdem voll in seinem Element. „Ich habe schon immer gerne mit Menschen zusammengearbeitet, es macht einfach Spaß“, betont der 22-Jährige, der nebenbei noch vier- bis fünfmal in der Woche als Fußballtrainer der U19 des TuS Sundern und mit der Kreisauswahl unterwegs ist.

Spaß hatte der angehende Erzieher jetzt auch im Rahmen seiner Projektarbeit, die er während des Anerkennungsjahres abliefern muss. Über zwei Monate hinweg plante und führte Koch gemeinsam mit den Vorschulkindern des Kindergartens Ahornweg Angebote zum Thema „Freundschaft“ durch.

Gemeinsame Schatzsuche

„Wir haben Eis gemacht und dabei gelernt wie man teilt“, berichten die Kinder begeistert. Gemeinsam begab sich der Nachwuchs außerdem auf eine pädagogische Schatzsuche und erfuhr, was Zusammenhalt einer Gruppe bedeutet.

Durch Übungen in der Turnhalle wurde den Kindern das gegenseitige Vertrauen und die Stärke in der Gemeinschaft nähergebracht. „Alles Dinge, welche die Kinder auch im Alltag schon anwenden“, freut sich Koch.

Ein Höhepunkt war das Basteln von Freundschaftsarmbändern als kreativer Teil. „Die konnten wir dann an unseren besten Freund verschenken“, erzählt ein Mädchen.

Hierbei zeigte sich, dass jedes Kind so seine eigenen Vorstellungen von Freundschaft hatte. So wurde ein Armband gar per Brief an Fußballstar Cristiano Ronaldo verschickt, den sich ein Junge als Freund wünschte.

„Mal sehen, ob er antwortet oder eins zurückschickt“, schmunzelt Moritz Koch, der sich bei den Angeboten im Rahmen der Projektarbeit an den Wünschen der Kinder orientiert hat. „Allein die Idee, das Freundschaftsarmbändchen an Cristiano Ronaldo zu schicken, zeigt, dass die Kinder sich wirklich Gedanken gemacht haben“, freut sich Koch über ein gelungenes Projekt, das in seine umfangreiche Abschlussarbeit am Ende des Anerkennungsjahres im Mai einfließt. Hierfür müsse er sämtliche Angebote des Projektes verschriftlichen und reflektieren. Auch ein Angebot für Eltern bereite er noch vor. „Die drei Abschlussklausuren habe ich bereits geschrieben“, so Koch. Zum Schluss folgt noch ein Kolloquium – und falls alles glatt läuft, darf sich der Wormbacher im Anschluss staatlich anerkannter Erzieher nennen.

Voraussetzungen für die Ausbildung seien mindestens Fach-Abi und ein Vorpraktikum in einer sozialen Einrichtung.

„Ich kann die Ausbildung nur jedem empfehlen. Natürlich sollte man auch Menschen gegenüber offen sein“, weiß Koch und ergänzt: „Für mich ist es mein Traumjob, ich möchte nichts anderes mehr machen...“

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