Ein turbulentes Jahr

Schmallenberger Skeleton-Hoffnung Hannah Neise „tourt“ durch Europa

Skeleton-Hoffnung Hannah Neise aus Schmallenberg ist weiter auf der Erfolgsspur.

Schmallenberg. Hannah Neise aus Schmallenberg hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Nachdem sie im Eiskanal von Lillehammer bei der Jugendolympiade im Skeleton zur Silbermedaille gerast war (Kurier berichtete), wollte sich die 16-Jährige eigentlich überwiegend auf die Schule konzentrieren. Doch es kam anders...

„Ich möchte an die erfolgreiche Saison anknüpfen“, hatte Hannah Neise vom BSC Winterberg nach dem Triumph bei den Olympischen Jugend-Winterspielen Anfang 2016 erklärt. Nach erfolgreichem Abschluss der Realschule war die Schülerin zum Sportgymnasium nach Winterberg gewechselt, um dort das Abi in Angriff zu nehmen und bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben.

„Durch gute Leistungen in den Selektionsrennen im Herbst hat sich Hannah gegen die deutsche Konkurrenz durchgesetzt“, berichtet ihre Mutter Kerstin. So durfte sie nicht nur im Europa-, sondern sogar im Intercontinental-Cup – mit wesentlich älteren und erfahreneren Teilnehmerinnen – starten. Also ging es quer durch Europa, unter anderem zu Wettkämpfen bis nach Lettland.

In der laufenden Saison sprangen dabei unter anderem die Plätze 6, 2 und 3 in Sigulda, Königssee und St. Moritz heraus. Bei der Junioren-WM (bis 23 Jahre) in Sigulda holte sich die Schmallenbergerin den zehnten Rang und ist damit auf dem besten Weg, ihre Erfolgsgeschichte fortzusetzen. „Trotzdem war sie nach dem Rennen enttäuscht“, so Kerstin Neise. Aber immerhin rauschte Hannah Neise den Eiskanal in diesem Wettkampf schneller hinunter als Ashleigh Pittaway, die ihr bei Olympia die Goldmedaille noch vor der Nase weggeschnappt hatte.

Insgesamt sei die 16-Jährige seit Oktober häufig unterwegs. „Das ist jetzt ein absolutes Leistungssportler-Leben“, weiß Kerstin Neise. Damit es aber auch mit dem Abi klappt, ist Lernen angesagt. Um Sport und Schule unter einen Hut zu bekommen, werden der Schülerin die Aufgaben per E-Mail von den Lehrern zur Bearbeitung zugeschickt. Trotzdem müsse sie in den kommenden Wochen noch einiges an Lernstoff nachholen.

HSK-Sportlerwahl weiteres Highlight

Ein weiteres Highlight ist aber zunächst die Nominierung der Skeleton-Sportlerin zur Wahl „HSK-Sportlerin des Jahres 2016“. Neben Hannah Neise ist unter anderem auch Helene Krämer (19) vom Reiterverein Schmallenberg-Lennestadt nominiert, die unter anderem den zweiten Platz bei der Sauerlandmeisterschaft der Junioren und den zweiten Platz bei der Stilspringprüfung der Klasse A* des Reitturniers in Schmallenberg, erreichte. Bei der Wahl zum HSK-Sportler des Jahres ist außerdem Oliver Ollesch (TSV RW Wenholthausen) vertreten. Er holte den ersten Platz über 200 Meter bei der Westdeutschen Hallenmeisterschaft sowie jeweils den zweiten Platz über 200 und 400 Meter bei den Westfälischen Meisterschaften .

Für den Gerd-Winkler-Ehrenpreis sind der Bad Fredeburger Rennrodler Robin Geueke mit seinem Teamkollegen David Gamm vom BSC Winterberg nominiert, die unter anderem auf den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in Königssee und den zweiten Platz beim Heim-Weltcup in Winterberg zurückblicken können.

Es wird zwei Phasen der Online-Abstimmung geben: Noch bis zum 19. Februar läuft die Vorabstimmung. Bei dieser sind alle auf der Vorschlagsliste aufgeführten Athleten wählbar. Vom 27. Februar bis 12. März erfolgt dann die Final-Abstimmung. An dieser nehmen nur die sieben Bestplatzierten aus der Vorabstimmung teil.

Info: Infos auf www.hochsauerlandsport.de unter Veranstaltungen.

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