"Es waren 20 tolle Jahre - ohne Wenn und Aber"

Marina Kompernaß blättert im Fotoalbum. In 20 Jahren sind einige Bilder entstanden. Foto: Michaela Rickert

Marina Kompernaß führt seit 20 Jahren Regie in Wormbach

Wormbach.(ric)

Der Theaterverein Wormbach feiert in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen. Zum einen besteht der Verein seit 40 Jahren, zum anderen führt Marina Kompernaß seit 20 Jahren Regie in Wormbach. Der SAUERLANDKURIER sprach mit der Spielleiterin über ihre Erfahrungen und ihr Engagement.SAUERLANDKURIER: Seit 1988 führen sie in Wormbach Regie. War das ihre erste Station als Spielleiterin:

Marina Kompernaß: Ich stand bereits mit sechs Jahren auf der Bühne und habe in den Folgejahren viel Theaterluft schnuppern dürfen. Als man mich vor 20 Jahren ansprach habe ich das Amt gerne aus der Hand des damaligen Spielleiters Herrn Schnock übernommen, aber mit Bedenken. Bis dahin habe ich immer nur Theater mit Kindern und Jugendlichen gespielt, aber nicht mit Erwachsenen. Um mir auch hierfür das nötige Rüstzeug anzueignen, habe ich einige Regiekurse beim Landesverband in Essen absolviert. Die vergangenen Jahre haben mir viel Spaß und Freude gemacht. Es waren 20 tolle Jahre - ohne Wenn und Aber und vielleicht kommen ja noch ein paar Jahre dazu.

SAUERLANDKURIER: In diesen 20 Jahren ist bestimmt viel passiert. Was ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben:

Marina Kompernaß: Eine Begebenheit fällt mir spontan ein. Die ist auch noch gar nicht so lange her. Da musste ich spontan für eine Hauptdarstellerin einspringen, die aus Krankheitsgründen ausfiel und binnen 48 Stunden ihre Rolle auswendig lernen. Das war wirklich aufregend, aber mit ein paar Tricks und der tollen Untertützung "meiner" Spieler gelang es noch sehr gut.

SAUERLANDKURIER: Jedes Jahr müssen sie ein neues Theaterstück aussuchen. Mit Sicherheit keine leichte Aufgabe. Worauf achten Sie dabei:

Marina Kompernaß: Ich bestelle im August zehn bis zwölf Stücke. Dabei achte ich immer darauf, dass das Stück ein lustiger Schwank ist, weil unser Publikum dieses Genre am liebsten auf der Bühne sieht. Außerdem mache ich mir schon Gedanke wer zu welcher Rolle passt. Dann gebe ich die Bücher einigen Mitgliedern zu lesen. Ich habe extra einen Bewertungsbogen angefertigt, den sie zu den jeweiligen Stücken ausfüllen müssen. Diese werte ich dann aus und entscheide dann.

SAUERLANDKURIER: In diesem Jahr ist ihre Wahl auf das Lustspiel in drei Akten "Oh Gott, die Familie" von Bernd Gombold gefallen. Was erwartet die Zuschauer:

Marina Kompernaß: Das Stück handelt von einem Paar, das aufgrund ihrer streitsüchtigen Familien sich heimlich in einer einsamen Hütte trauen lässt. Das geschieht natürlich nicht ohne Komplikationen. Das Stück bringt menschliche Schwächen und Laster mit einem sympathischen Augenzwinkern auf den Punkt und verspricht kurzweilige Unterhaltung.

SAUERLANDKURIER: Wann und wo wird das Stück aufgeführt:

Marina Kompernaß: Das Stück wird in der Hawerlandhalle aufgeführt. Generalprobe ist am 26. Januar um 15 Uhr. Die Premiere ist am 27. Januar um 17 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 1. und 2. Februar jeweils um 20 Uhr. Eine Besonderheit ist die fünfte Aufführung. Die findet immer in Westernbödefeld statt. Hier treten wir am 3. Februar um 17 Uhr auf. Mit Marina Kompernaß sprach SAUERLANDKURIER- Redakteurin Michaela Rickert

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