"Wir haben in Australien eine Aufgabe zu erfüllen"

Kreativität ist nun gefragt. Gemeinsam schreiben die Jugendlichen mit Irmtrud von Plettenberg (2.v.l.) Ideen für Sammelaktionen auf. Foto: Michaela Rickert

15 Jugendliche fahren zum Weltjugendtag — Sponsoren gesucht

Wormbach. (ric)

Ein zweiwöchiges Abenteuer wartet Anfang Juli auf 15 Jugendliche des Pastoralverbundes Dorlar-Wormbach. Gemeinsam mit der Gemeindereferentin Irmtrud von Plettenberg nehmen sie als einzige Gruppe aus dem Dekanat Hochsauerland-Mitte am Weltjugendtag (WJT) in Australien teil. Keiner von den Jugendlichen war vorher schon einmal in Australien. Und bis auf Markus Stratmann, er war schon in Toronto mit dabei, haben sie nur den Weltjugendtag vor zwei Jahren in Deutschland hautnah miterlebt. Und das war schon ein Abenteuer für die Wormbacher. Schließlich weilte eine große Gruppe von den Seychellen im Pastoralverbund. "Wir mussten ihnen auch erstmal dicke Sachen und Schuhe besorgen. Sie kamen nämlich in Sandalen hier an", erinnern sich die Jugendlichen. Dicke Sachen müssen auch die 16 "Abenteurer" einpacken, wenn am 7. Juli der Flieger in Richtung Sydney abhebt. Dort ist dann nämlich Winter. Doch bis dahin wartet auf die Jugendlichen noch eine Menge Arbeit. Keine organisatorische, wie den Flug buchen oder eine Unterkunft suchen, denn das übernimmt die Diözese Paderborn. Außerdem wohnen die Sauerländer, wie auch beim Weltjugendtag in Deutschland in Gastfamilien. Auf die Gruppe wartet "finanzielle Arbeit", sie wollen Geld und Sponsoren sammeln, um die Weltjugendtag-Tickets zu finanzieren. 2000 Euro müssen die Teilnehmer aufbringen. "Nach dem Weltjugendtag bei uns vor Ort war uns schnell klar, dass wir eine Fahrt zum nächsten Weltjugendtag anbieten möchten", erzählt Irmtrud von Plettenberg. "Natürlich wollten wir auch jedem die Möglichkeit bieten mitzufahren, auch der nicht soviel Geld hat", fügt sie hinzu. Seit September vergangenen Jahres plant die Gruppe die WJT-Fahrt und auch die Sponsoren-Aktionen. Unter anderem haben sie in der Weihnachtszeit Nikolaus-Socken verkauft und die Bewirtung des Neujahrsempfangs übernommen. "Ein Ticket haben wir schon finanziert", weiß die Gemeindereferentin. Natürlich müssen nicht komplett alle Tickets finanziert werden. Aber ein bisschen fehlt noch. Das restliche Geld wollen die Jugendlichen beispielsweise mit einem Waffeltaxi, Autowaschen oder Getränkeverkauf am 1. Mai am Fahrradweg aufbringen.

"Manche denken vielleicht, dass sie uns bestimmt nicht den Urlaub finanzieren wollen", sagt Julia Hauffen. "Aber wir machen dort keinen Urlaub. Wir haben dort eine Aufgabe zu erfüllen", betont sie, "wir wollen unsere Gemeinde vorstellen und zeigen, wie wir unseren Glauben leben und so eine Botschaft überbringen." Natürlich freut sich die Gruppe auch über Geldspenden. Wer die Jugendlichen finanziell unterstützen möchte, meldet sich bei Irmtrud von Plettenberg, Tel. 02972/4052 oder iplettenberg@aol.com.

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