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LWL zeichnet bürgerschaftliches Engagement aus - zwei Preisträger aus dem Hochsauerland

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Den Psychiatriepreis erhielt der Verein "Arbeit und Beschäftigung für psychisch Behinderte Marsberg e.V.". Hier zu sehen ist der Vorstand des Vereins: Zweiter Vorsitzender Björn Obersdorf (v.l.n.r.), Geschäftsführer Markus Ramspott, Schriftführer Christian Krohn, erster Vorsitzender Ulrich Gerlach und Kassiererin Susann Schirmann.
Den Psychiatriepreis erhielt der Verein "Arbeit und Beschäftigung für psychisch Behinderte Marsberg e.V.". Hier zu sehen ist der Vorstand des Vereins (v.l.): Zweiter Vorsitzender Björn Obersdorf, Geschäftsführer Markus Ramspott, Schriftführer Christian Krohn, Erster Vorsitzender Ulrich Gerlach und Kassiererin Susann Schirmann. © Jürgen Bienia

Marsberg/Schmallenberg – Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) zeichnet vier Bürgervereine und Gruppen mit den LWL-Preisen 2020 aus. Die Auszeichnungen verleiht der LWL alle zwei Jahre für besonderes bürgerschaftliches Engagement.

Wann LWL-Direktor Matthias Löb und Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, die mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preise überreichen, steht noch nicht fest, da der LWL die Verleihung aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen verschieben musste. 

Den LWL-Sozialpreis erhält das Gast-Haus Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V. in Dortmund. Der Kulturpreis geht an den Freundeskreis Kunsthaus Alte Mühle in Schmallenberg (Hochsauerlandkreis). Der Psychiatriepreis wird in diesem Jahr an den Verein Arbeit und Beschäftigung für psychisch Behinderte Marsberg e.V. (Hochsauerlandkreis) vergeben. Mit dem Jugendpreis zeichnet der LWL das Jugendparlament der Stadt Gütersloh aus.

Der LWL-Kulturpreis geht an den Freundeskreis Kunsthaus Alte Mühle in Schmallenberg. Seit 2005 macht sich der Verein unter der Einrichtung einer Jugendkunstschule dafür stark, Kinder und Jugendliche an kultureller Bildung teilhaben zu lassen. Dabei spielt das Alter und die Herkunft der Kinder genauso wenig eine Rolle wie künstlerische Vorkenntnisse oder mögliche Handicaps. Ein etwa 300 Quadratmeter großes Atelier bietet den jungen Menschen Erlebnisräume, in denen sie wertfrei, selbstbestimmt und kreativ arbeiten können. 

Dieter Gebhard: „Die Jugendkunstschule und die facettenreiche kulturpädagogische Arbeit des Vereins orientiert sich in besonderer Weise an den individuellen künstlerischen Potenzialen von Kindern und Jugendlichen. Junge Menschen werden über vielfältige Angebote und Workshops an einer künstlerischen Gemeinschaft beteiligt, deren Auseinandersetzung mit Kultur angeregt und ihr Interesse an dem so notwendigen interkulturellen Austausch gestärkt. Somit wird die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert und im Sinne umfassender Inklusion und Integration in der Gesellschaft vorgelebt.“ 

Der LWL-Kulturpreis ging dieses Jahr an den Freundeskreis Kunsthaus Alte Mühle in Schmallenberg. Die dort eingerichtete Jugendkunstschule bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf Kunst einzulassen.
Der LWL-Kulturpreis ging dieses Jahr an den Freundeskreis Kunsthaus Alte Mühle in Schmallenberg. Die dort eingerichtete Jugendkunstschule bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf Kunst einzulassen. © Christiane Kellersmann

Auch der Verein "Arbeit und Beschäftigung für psychisch Behinderte Marsberg e.V." in Marsberg erhält in diesem Jahr eine Auszeichnung, den Psychiatriepreis. Seit 1988 setzt sich der Verein dafür ein, Menschen mit Behinderungen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Sowohl in der Verpackungs- als auch in der Kleinteilmontage-Industrie haben sie die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt eigenständig zu verdienen. „Dank des kontinuierlichen Einsatzes des Vereins ist es vielen Menschen mit Behinderungen möglich, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein. Somit sendet der Verein einen wichtigen Impuls in die Region für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung“, sagt Löb.

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