Erfolgsgeschichte sozialpädagogischer Arbeit

25 Jahre Familien- und Schul-Beratungsstelle Sundern

25 Jahre Familien- und Schul-Beratungsstelle Sundern Team
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Das Team der Familien- und Schul-Beratungsstelle des SkF in Sundern blickte gemeinsam auf die vergangenen 25 Jahre zurück.

Eine Erfolgsgeschichte sozialpädagogischer Arbeit: Mit einem Tag der offenen Tür für geladene Gäste feierte die Familien- und Schul-Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Sundern am Donnerstag ihr 25-jähriges Bestehen.

Sundern – „Alles hat einmal ganz klein angefangen. Mit einer halben Stelle und nur einem Raum in der Settmecke. Vom ehemaligen Realschulrektor Günther Braun ins Leben gerufen“, blickte Dipl.-Psychologin und Leiterin der SkF-Beratungsstelle in Sundern, Martina Regniet, die von Anfang an dabei ist, bei einem Pressegespräch zum Jubiläum, zurück: „Seitdem ist personell immer weiter aufgestockt worden, um dem hohen Bedarf an Beratung von Familien in Krisenzeiten oder bei Problemen von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden.“

Ein Meilenstein sei dann im Jahr 1997 der Umzug in die großzügigen Räumlichkeiten des Gebäudes im Rotbuschweg – mit einem Gruppen- und Besprechungsraum, zwei großen Spielräumen sowie Bürozimmer für alle Mitarbeiter – gewesen. Inzwischen besteht das qualifizierte, multidisziplinäre Mitarbeiterteam aus zwei Dipl. Psychologinnen und vier Sozialpädagogen und -pädagoginnen, die durch eine Sekretärin ergänzt werden.

Einzel- und Familiengespräche, Diagnostik, Beratung und Therapie, Veranstaltungen

Seit der Gründung bietet die Beratungsstelle allen Familien, die im Stadtgebiet Sundern wohnen oder deren Kinder eine Schule in Sundern besuchen, kostenlose Hilfsangebote wie Einzel- und Familiengespräche, Diagnostik, Beratung und Therapie von Kindern und Jugendlichen, Fachberatungen sowie Veranstaltungen für Eltern und Fachkräften an. Ganz unabhängig von Nationalität, Religion oder Weltanschauung.

Der wichtigste Punkt unserer Arbeit ist das Ziel, trotz Problemen aller Art eine gute Beziehung von Eltern zu ihren Kindern wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten.

Martina Regniet

Wer möchte, auch in Form einer anonymen Online-Beratung. „Ein großer Vorteil ist die äußerst niederschwellige Möglichkeit, mit uns in Kontakt zu treten. Der wichtigste Punkt unserer Arbeit ist das Ziel, trotz Problemen aller Art eine gute Beziehung von Eltern zu ihren Kindern wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten.“, erklärte Regniet. Selbstverständlich unterlägen die Berater der Schweigepflicht.

Finanziert wird die sozialpädagogische Arbeit hauptsächlich von der Stadt Sundern, begleitet von Zuschüssen vom Land und der katholischen Kirche.

„Die Kinder und Jugendlichen können sich hier einmal fallenlassen und abschalten“

Seit 2003 gibt es kontinuierlich im Schnitt rund 350 Neuanmeldungen sowie etwa 450 betreute Familien im Jahr. Spiel- und Malzeug, Bücher, Kicker, Billard – die großzügigen Räumlichkeiten für gemeinsame Gespräche sowie die vielseitigen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Altersklassen stünden dabei im Mittelpunkt: „Die Kinder und Jugendlichen können sich hier einmal fallenlassen und abschalten. Oder aber auch mal ein wenig ihre Aggressionen loswerden, wie etwa am Boxsack. Viele von ihnen kommen immer gerne wieder, fühlen sich wohl hier. Wir schauen ihnen dabei ein wenig über die Schulter, um mit geschultem Blick besondere Verhaltensweisen zu entdecken, zu analysieren und diese Ergebnisse in die Therapien mit einzubeziehen.“

Der Beratungsbedarf sei in den vergangenen 25 Jahren auf hohem Niveau relativ konstant geblieben. Neben den zentralen Themen wie Trennung, Scheidung und Überlastung und den daraus resultierenden psychischen Problemen bei Kindern sowie auch Eltern hätten sich die hauptsächlichen Ursachen im Laufe der Zeit immer wieder geändert. So seien es heute vor allem auch die negativen Einflüsse der digitalen Medien oder die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den schulischen und familiären Alltag.

Ziel: dass junge Menschen die Schule als „sicheren Raum“ wahrnehmen

„Daher ist es ein wichtiger Aspekt für uns, auch in den Schulen vor Ort zur Stelle zu sein“, betonte Werner Iseringhausen, SkF-Mitarbeiter als Dipl.-Sozialpädagoge und systematischer Familientherapeut: „Wir sind in enger Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen in Sundern, bieten auch dort Sprech- und Gesprächsstunden an.“ Das Angebot richtete sich an einzelne Schüler, deren Eltern und gesamten Klassen, aber auch dessen Lehrern. Wenn gewünscht, auch in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt. Mit dem klaren Ziel, dass die jungen Menschen die Schule als „sicheren Raum“ wahrnehmen könnten.

„Es wäre schön, wenn wir personell noch weiter aufstocken könnten, um dem Bedarf noch besser gerecht zu werden“, richtete Regniet auch einen Blick in die Zukunft.

„Du bist wichtig. Das machst du prima.“ 

Doch auch im Umfeld der Familie sei es äußerst wichtig, dass sich Eltern bewusst regelmäßig einmal Zeit für ihre Kinder nehmen würden. Eine positive Zeit zu haben, die gut tut und zur Stabilisierung der Beziehung beiträgt: „Immer wieder auch zu transportieren:  Du bist wichtig. Das machst du prima.“ 

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