Ärger über Müll-Tourismus

Die 'Saubermänner' bei einem ihrer Einsätze für den Ort. Die Müllmengen rund um die Sorpe verärgern die Männer.

Es liest sich wie eine Bestellung im Baumarkt: Ein Toilettenbecken, ein Pissoir, zwei Spiegelschränke und zwei Badezimmerschränke. Aber weit gefehlt, diese Dinge fanden die "Saubermänner" in Ameckes Wäldern.

Seit der letzten Aktion Anfang November 2009 mussten die "Saubermänner" witterungsbedingt eine Zwangspause einlegen. Doch mit Beginn des nahenden Frühlings gibt es wieder viel zu tun. Insgesamt 19 große Säcke voller Müll und Unrat wurden gesammelt, berichtet Siegfried Löppenberg, dazu kam noch ein Berg Abfall der in eine Plane gewickelt war.

"Viele Leute sind gedankenlos. Wir haben kein Verständnis für diese Zeitgenossen, die ihre Hinterlassenschaft einfach in der Natur entsorgen." Rund 20 Männer sind ständig auf der Hut und werden jeden Vorfall, der bemerkt wird, zur Anzeige bringen.

Dabei hat er gar nicht so sehr die unmittelbaren Mitbürger im Auge. Die Amecker Bürger seien in Sachen Müll sensibilisiert. Es seien eher Auswärtige, die ihren Unrat nicht richtig entsorgen: "Mülltorismus führt viele Umweltsünder an den Sorpesee", so die Saubermänner.

Probleme an Freibad und Vorbecken

"Vor allem in den Wäldern rund um das Vorbecken und rings um das Freibad liegt jede Menge Müll", so Löppenberg. "Wir sind dann weiter Richtung Sorpedamm gegangen, doch auf dem Rückweg haben wir schon wieder neuen Müll gefunden", meint ein Saubermann kopfschüttelnd.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Innerhalb des Dorfes war für die "Saubermänner" diesmal relativ wenig einzusammeln. Viel Spaziergänger geben mittlerweile Tipps wo sich noch Unrat verbirgt. "Offenbar gibt es doch noch Mitmenschen denen der richtige Umgang mit der Natur am Herzen liegt."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare