Altenhellefeld feierte den Schutzpatron Antonius

Über 50 Jahre versieht Anna Bönner-Erlemann den Pflege- und Küsterdienst der Antonius-kapelle. Im Namen der Dorfgemeinschaft überreichte ihr Ortsvorsteher Willi Vogt einen Blumenstrauß. Mit im Bild: Hartmut Richter (Kirchenvorstand), Pfarrer Michael Schmitt, Maria Schulte (Pfarrgemeinderat) und Pastor Richard Klamann (v.l.). Foto: Klemens Teipel

Schmitt: Integration von Zugezogenen wichtiges Thema

Altenhellefeld. (kt)

Nachdem Gott und dem Schutzpatron Antonius in einer Eucharistiefeier die Ehre erwiesen war, trafen sich die Dorfbewohner Altenhellefelds im Dorfgemeinschaftshaus.Die heutige Zeit lässt vielen Mitbürgern leider nicht mehr die Zeit, den traditionellen Festtag in alter Weise zu begehen. Auch die Dörfer spüren den Strukturwandel. Dennoch war die Beteiligung, wenn auch durch die älteren Jahrgänge bestimmt, recht gut.

Nach der Begrüßung zum Frühstück ging Ortsvorsteher Willi Vogt zunächst auf dörfliche Belange ein. Dann aber gab er das Wort an Pfarrer Michael Schmitt, Leiter des Pastoralverbundes Sundern/Altes Testament, zum Thema "Kirche und Gesellschaft im Umbruch" weiter.

Umbruch in Kirche und Gesellschaft

Neben den eigenen Erfahrungen aus ländlichem Geburtsort und dem pastoralen Dienst bietet sich gerade auch dem Seelsorger ein klares Bild des zum Thema stehenden "Umbruchs".

Im ersten Bereich zeigen schon die Tauf- und Eheregister deutliche Veränderungen gegenüber früheren Zeiten. "Gut, dass Oma das nicht mehr erlebt." Solche und ähnliche Äußerungen begleiten nicht selten den Weg heutiger Lebensweisen. Aber auch früher sei eben nicht alles besser gewesen.

Die gestrenge Autorität der familiären Vaterrolle habe sich zum Beispiel zum Besseren gewandelt. Es gehe darum, die Talente der Kinder zu fördern, ihnen Zeit und Vertrauen zukommen zu lassen. Auch eine dörfliche Gesellschaft stehe vor veränderten Situationen.

Der verstärkte Zuzug Fremder verlange nach Integration und ehrlicher Anerkennung. Das betreffe die Konfession wie auch gesellschaftliches Denken. Die allgemeine Zustimmung zeigte, dass die "Eingeborenen" unter dem Schutz des heiligen Antonius allem Neuen gegenüber offen sind.

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