Erzieherinnen möchten Halt geben

Kita-Kinder leiden unter Corona: "Für kleine Wesen unverständlich"

Der Gartenzaun der Kita Amecke wird immer bunter. Viele Grüße auch von den Kita-Kindern gibt es zu entdecken.

Amecke - "Die Wurzelkinder grüßen Amecke - bleibt gesund" - so werden alle Amecker und Besucher des Dorfes begrüßt, wenn sie an der Kita vorbei fahren. Die Erzieherinnen gestalteten ein Plakat mit einem Gruß an das ganze Dorf und besonders für die Eltern und Kinder der Kita, welche nach wie vor nicht die Einrichtung besuchen dürfen. Dieses wurde entlang des Gartenzaunes an der Kita aufgehangen. Damit möchten die Erzieherinnen auch auf die kleinen Helden aufmerksam machen, die in diesen Tagen oft vergessen werden.

"Die Hoffnung all dieser Bemühungen: den Kindern etwas mehr Halt in der schwierigen Zeit zu bieten, die Bindung zu den Erzieherinnen aufrechtzuerhalten und ihnen zu zeigen, dass man an sie denkt", erklärt das Team der Kita. 

Und nach und nach werde auch der Gartenzaun fröhlicher und bunter. Jeden Tag kann man weitere „Grüße“ von den Kita-Kindern entdecken. Die Kinder grüßen ihre Erzieherinnen mit Worten wie „Wir vermissen Euch“, „Bleibt gesund“ oder „Ich möchte wieder spielen“. 

Hier werde einem wieder einmal mehr bewusst, wie schwer gerade für „unsere Kleinsten“ im Land auch die momentane Situation ist und dass gerade die Kleinen besonders leiden, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Kindergarten. Die abrupte Schließung der Einrichtungen und wochenlange Kontaktsperre zu ihren Freunden und Erzieherinnen sei "für solche kleine Wesen unverständlich". 

 "Plötzlich sind nur noch die Eltern da, im besten Fall noch Geschwister. Es sind keine Gleichaltrigen da, von denen man lernen kann oder mit denen man sich auseinandersetzt, Konflikte löst und zusammen spielt. Jegliche pädagogischen Grundsätze wie die Eigenständigkeit eines Kindes zu fördern, ist momentan kaum möglich. An alle Erwachsenen wird gedacht - dabei sind unsere Kinder die größten Helden, die leider aber in Vergessenheit geraten", schreiben die Erzieherinnen weiter. 

"Kein Spielplatz, keine Kita, keine Freunde treffen, keine sozialen Kontakte, auf einmal Oma und Opa nicht mehr sehen zu dürfen oder mit ihnen zu kuscheln, den Kita Abschluss – ein einschneidendes Erlebnis in seinem Leben - nicht mit den Eltern erleben zu dürfen - alle besonderen Vorschulkinderaktivitäten/Ausflüge nicht machen zu können. Auch sie spüren zuhause und in der Gesellschaft, dass vieles anders ist und Mama und Papa auch Sorgen haben. Sie können sich in dieser schweren Zeit aber noch nicht einmal in der Kita mit ihren Freunden ablenken, indem sie miteinander einfach unbeschwert spielen können", führt das Kita-Team weiter aus.

 Die Amecker Erzieherinnen möchten allen Kindern sagen: „Danke, dass ihr versucht, durchzuhalten".

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