„Viele Nutzungsmöglichkeiten“

Antrag an Bürgermeister: WISU will ehemaliges Freibad in Amecke verkaufen

Das Grundstück des ehemaligen Freibades Amecke soll verkauft werden, einen entsprechenden Antrag reichte die WISU für die nächste Ratssitzung zur Beratung ein. (Archivfoto)

Amecke. Die WISU-Fraktion plädiert dafür, die Fläche des ehemaligen Freibades in Amecke zum Verkauf – als Ganzes oder in Teilen auszuschreiben. Einen entsprechenden Antrag schickte die Partei an Bürgermeister Ralph Brodel für die Ratssitzung am Donnerstag, 13. Dezember.

Zur Begründung schreibt die WISU: „Seit Jahren verfällt das ehemalige, bei den Bürgern allseits beliebte Freibad. Heute wissen wir: Die der Bevölkerung von der damaligen Verwaltung zugesagte Wiederherstellung und Erweiterung des Freibades durch Investoren aus dem ,flachen Land’ wird niemals stattfinden. Selbst die Anstrengungen einer Bürgerinitiative zur Wiederherstellung des Freibades sind bedauerlicherweise im Sande verlaufen. Es gibt somit keine reale Aussicht, dass dieses von der Bevölkerung sehr geschätzte Freibad jemals wieder aktiviert wird.“

Deshalb sei es folgerichtig, dieses in „hervorragender Südwest-Lage mit Seeblick gelegene erfolgsversprechende Grundstück“ anderweitig zu nutzen. Es würden sich viele Möglichkeiten anbieten: von Freizeitpark, über Hotelgelände, bis hin zur Feriensiedlung etc.

„Die von der Verwaltung in der Vergangenheit oft vorgebrachten Argumente der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten durch Vorgaben im Bebauungsplan sind unzutreffend. Feststellung: Kein Landesentwicklungsplan, kein Regionalplan und kein Bebauungsplan sind auf ewig in Fels gemeißelt. Es gibt nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Veränderung – man muss es nur wollen.“

Das habe bereits 2014 die Bürgerinitiative „Wohnen am See“ eindrucksvoll bewiesen, indem sie - entgegen der Vorstellung der damaligen Verwaltung: „Das alles ist so nicht machbar“ - die Umwandlung von Wochenendhäusern in Dauerwohnhäuser durchsetzte. „Eine ähnliche Situation sehen wir hier und sind zuversichtlich, dass uns alle Gestaltungsmöglichkeiten einer sinnvollen Nutzung offenstehen“, sagt Hans Klein (WISU).

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