Neue Strukturen schaffen

SPD schlägt den Aufbau von drei Unternehmen vor

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Über die künftige Organisationsform des Stadtmarketing machen sich Politik und Verwaltung derzeit Gedanken.

Sundern. Über die Neuorganisation der städtischen Gesellschaften in Sundern hat sich auch die SPD-Fraktion Gedanken gemacht. Die politischen Vertreter und die Verwaltung waren aufgefordert, eigene Ideen zu sammeln, die am 15. November im Haupt- und Finanzausschuss (17.30 Uhr, Ratssaal) beraten werden sollen. „Wie können die kommunalen Aufgaben so organisiert werden, dass mit den vorhandenen Mitteln die besten Ergebnisse erzielt werden“, so die von der SPD formulierter Leitfrage.

Viele Aufgaben der Städte und Gemeinden sind in ausgegliederten Unternehmen organisiert. Die Gründe dafür sind ebenso unterschiedlich wie die gewählten Unternehmensformen. Zunehmend mehr werden Aufgaben von mehreren Kommunen organisiert. „Es ist auch für Sundern an der Zeit über die Strukturen neu nachzudenken und zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen“, fordert der SPD Fraktionsvorsitzende Michel Stechele. Die SPD-Fraktion habe schon Ende August im Rat einen Entwurf für die Neuorganisation der städtischen Beteiligungen eingebracht. Demnach sollen Sorpesee GmbH, Wirtschaftsförderung, Stadtwerke, Technische Dienste (Baubetriebshof) und kommunale Aktivitäten in der Stadtmarketing e.G. in neue Unternehmen überführt werden.

Die Sorpesee Ferien Gesellschaft soll sich um die Vermarktung der Campingplätze kümmern und weitere touristische Angebote entwickeln. Sie soll so aufgestellt werden, dass sie Erträge für die Stadtkasse erzielt. Die dann aus zwei Säulen bestehende Wirtschaftsförderung wird verantwortlich sein für das Marketing der gesamten Stadt sowie die Unternehmensbetreuung.

Klare Trennung der Aufgaben

In einem Beirat werden Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik diese Gesellschaft begleiten. Der Sundern Service vereint unter seinem Dach die Angebote, die alle Bürger täglich nutzen. „Daneben unterstützt die Stadt Sundern den Aufbau eines von der Wirtschaft finanzierten Werberinges. „Mit einer klaren Trennung von Aufgaben lassen sich vor allen die Verwendung der städtischen Zuschüsse deutlich besser steuern“, ist Stechele überzeugt und hofft auf breite Zustimmung im Rat und bei den Beschäftigen.

Allen Beschäftigten in den Gesellschaften werde die Fortsetzung des jeweils bestehenden Arbeitsvertrages garantiert, gegebenenfalls in einer neuen Gesellschaft.

Als eines von drei Unternehmen für kommunale Aufgaben soll nach Vorschlag der SPD die „Wirtschaftsförderung“ entwickelt werden, die verantwortlich sein soll für das Marketing der gesamten Stadt sowie die Unternehmensbetreuung. (Für ein Vollbild oben rechts klicken) Skizze: SPD-Fraktion

„Wir wollen einen Gutachter beauftragen, der für diesen Vorschlag die optimale Gesellschaftsform, den konkreten Auftrag (Qualität, Quantität), die optimale Ressourcenausstattung (Infrastruktur, Personal, Budget), die optimale Steuerung erarbeitet und dabei mögliche Synergien durch interkommunale Zusammenarbeit oder intensiverer Nutzung bestehender Strukturen (zum Beispiel Kreiswirtschaftsförderung) berücksichtigt.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den bestehenden Strukturen sind kompetent und motiviert und daran interessiert beste Arbeit zu leisten“, ist sich Stechele sicher. Deshalb sind sie für ihn an dem Reformprozess zu beteiligen. Die Konzepte aus Reihen der Fraktionen und der Verwaltung sollen die Basis für die Ausschreibung eines externen Experten bilden. Dieser soll, wie berichtet, die Stadtmarketing Sundern eG, die weitere Beteiligung an der Sorpesee GmbH sowie alle Überschneidungen mit weiteren Fachabteilungen und die Stadtwerke einer Untersuchung unterziehen.

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