"Aus der Erfahrung schöpfen"

Die Bergung des Harvesters erwies sich auf dem feuchten Waldboden als äußerst schwierig. Dennoch konnten alle "Verletzten" gerettet werden. Foto: SK

Hellefelder Feuerwehr absolvierte eine kniffelige Jahresabschlussübung

Hellefeld. (SK)

Der Fahrer eines Harvesters erlitt bei seiner Arbeit in einem fast völlig unzugänglichen Waldbereich einen Herzinfarkt und überrollte bei der Weiterfahrt eine Person, die mit einem Bein eingeklemmt unter einem Rad zu liegen kann — zwei weitere Arbeiter wurden durch diese Aktion unter einem Baum eingeklemmt.Das war das vorgegebene Szenario der Jahresabschlussübung der Hellefelder Feuerwehr. Die Übung war sehr real dargestellt und vorbereitet worden durch die Löschgruppenführung unter der Leitung von Johannes Volmert und Christian Haarmann — als "Fachberater" für den Rettungseinsatz nahm Manfred Schäfer an der Übung teil.

Von der Löschgruppenführung wurden drei Einsatzabschnitte gebildet und gleichzeitig die Personenrettung aus dem Harvester, die Rettung der eingeklemmten Person unter dem Rad des Harvesters und unter dem umgestürzten Baum vorangetrieben.

Jugendfeuerwehr packte mit an

Dabei trug gleichzeitig die Jugendfeuerwehr einen Löschangriff zur Sicherung der Einsatzstelle vor und sorgte für die Ausleuchtung der gesamten Einsatzstelle.

Während die Rettung aus der Kabine des Harvesters und der Personen unter dem Baum zugig voranging, bereitete die Rettung der Person unter dem Harvester größere Schwierigkeiten. Erstens war das große Eigengewicht dieser imposanten Maschine zu bewältigen und zweitens bereitete der Untergrund des total durchnässten Waldbodens Probleme, da die Hebegeräte immer wieder einsanken und erst nach massiver Unterbauung der Harvester angehoben werden konnte.

Alle Personen konnten schließlich dem fiktiv herbeigerufenen Rettungswagen und Rettungshubschrauber übergeben werden.

Die Übung zeigte deutlich die Schwierigkeiten auf, die bei solchen Einsätzen auf die Einsatzkräfte zukommen und alle waren sich nachher einig — "gut das wir das mal vorher gemacht haben um so bei realen Einsätzen aus diesen Erfahrungen schöpfen zu können."

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