In Sundern sieht's moderat aus

Verhaltener Optimismus am Arbeitsmarkt – Termin mit Helma

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Der Baustart für die Arbeiten am Kreisverkehr in der Röhre ist in Sicht.

Sundern – Die Zeiten bleiben vor dem Hintergrund der Pandemie herausfordernd. Es gab beim Monatspressegespräch am vergangenen Mittwoch im Ratssaal aber auch Positives zu berichten.

Eine gute Nachricht aus der Wirtschaftsförderung hatte Bürgermeister Ralph Brodel zu verkünden: „Der Kreisverkehr in der Röhre soll dieses Jahr angegangen werden.“ Am 1. Juli um 14 Uhr gibt es eine Infoveranstaltung für die gewerblichen Anlieger in der Fabrik.

„Das Corona-Geschehen im HSK ist sehr moderat“, hatte auch Stephan Urny, Leiter des Sunderner Krisenstabes (SAE), Grund zur Zuversicht. Neuerdings, seit Mittwoch, wird auf der Seite „Corona-Virus“ der Stadt auch die 7-Tage-Inzidenz-Kennzahl im Hochsauerlandkreis veröffentlicht. „Ab einer Zahl von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage müssen Maßnahmen ergriffen werden“, erklärte Urny. „Im Moment sind wir weit von dieser Zahl entfernt.“

Rathausfoyer umgebaut 

Weil es auch in Sundern momentan keine Neuinfizierten gibt, werden die tagesaktuellen Fallzahlen nicht mehr mit Uhrzeit eingestellt, wies der Krisenstabsleiter auf eine weitere Neuerung hin. Neues gibt es auch im Rathausfoyer: Zwei Wartezonen (für Kunden des Bürgerbüros und für Rathausbesucher mit einem persönlichen Termin) sind eingerichtet sowie ein Glaskasten, in dem jetzt kleinere Dienstleistungen angeboten werden. Hier können beispielsweise Pässe und Ausweise abgeholt oder Führungszeugnisse beantragt werden, um schon einen Teil des Publikumsverkehrs abzufangen und zügig bedienen zu können. „Wir erwarten eine zeitliche Verbesserung im Vergleich zu den vergangenen Tagen“, so Urny.

Im Vergleich zum Landes-, Bundes- und Kreisdurchschnitt sieht es auch auf dem Sunderner Arbeitsmarkt noch moderat aus. Im Vergleich zum Vormonat war die Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozent angestiegen. Im Jahresverlauf hat man sich um 1,1 Prozent verschlechtert. Auch wenn auf dem Stellenmarkt die Kurve nach unten ging, gebe es aber auch Betriebe, die Arbeitskräfte suchen. „Wir sehen es verhalten positiv, dass wir vielleicht nicht ganz so stark betroffen werden von der prognostizierten größten Rezession in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Noch ist die große Krise nicht in Sundern angelangt und vielleicht kommt sie auch nicht hier hin“, so Urny.

Nachdenken über Waldkindergarten 

Die großen Herausforderungen liegen deutlich bei den Kitas, blickte Brodel auf die aktuellen Vorschriften, die trotz weniger Kinder viele Erzieher erfordern. „Herausfordernd ist noch untertrieben“, betonte Brodel. Während der Schließungen in den Sommerferien seien indes entsprechende Lösungen vorhanden dank eines Vertretungssystems zwischen den Kitas. „Wir gehen davon aus, dass ab dem 1. August wieder eine Regelbetreuung stattfinden kann.“ Gedanken macht man sich in Sundern auch ob des Mangels an Kita-Plätzen im kommenden Jahr. Neben der Debatte um einen weiteren Kita-Neubau prüfe man derzeit auch die Anregung der CDU, auch einen Waldkindergarten ins Auge zu fassen. „Das wird uns zahlenmäßig nicht allzu sehr entlasten, aber vom pädagogischen Ansatz ist das eine gute Sache“, so Brodel.

Die Pädagogen haben sich auch schon einiges für die Sommerferien ausgedacht: Betreuungsangebote gibt es für Grundschüler, an der Realschule in Kooperation mit dem Sozialwerk sowie im Ferienkalender des Jugendbüros.

Im Kalender der Sunderner Ratsmitglieder steht auch ein Termin mit der Helma AG. Deren Anwalt hat zu einer (nicht öffentlichen) Infoveranstaltung für den 8. Juli eingeladen. Auch Bürgermeister Brodel ist, wie er im Monatsgespräch berichtete, angeschrieben worden.

Beim unbefriedigenden Status quo bleibt es in puncto Finanzen. „Wir tappen völlig im Dunkeln“, bezog sich Brodel auf die vielen Fragezeichen, die die angekündigten Hilfestelllungen von Bund und Land nach wie vor mit sich bringen.

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