Neuer König aus Paderborn

Benedikt Schindler regiert die Meinkenbrachter St. Nikolaus-Schützen

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Benedikt Schindler regiert nun geimeinsam mit Ehefrau Miriam ein Jahr lang die Meinkenbrachter Schützen.

Meinkenbracht. Der letzte König im Schützenfestjahr 2017 im Stadtgebiet Sundern steht seit Sonntag fest: Der in Paderborn lebende Benedikt Schindler regiert für ein Jahr die St. Nikolaus-Schützenbruderschaft in Meinkenbracht. Im spannenden Vogelschießen sicherte sich der 29-jährige mit dem 104. Schuss die Königswürde. Als Regentin an seiner Seite erkor er seine Ehefrau Miriam. Somit eröffnete die neue Majestät die „Meinkenbrachter Schindler-Festspiele“, denn anschließend holte sich der 30-jährige Manuel Schindler mit dem 31. Schuss den Titel des Vizekönigs.

„Schindler, Schindler!“, rief das Schützenvolk freudig, nachdem die beiden Majestäten, die allerdings weder verwandt noch verschwägert miteinander sind, ermittelt waren. Der frisch gebackene Schützenkönig schlug nach seinem Treffer, mit dem er dem Vogel „Schwarze Natascha“ den Garaus bereitet und den finalen Zweikampf mit Jubelkönig Reinhold Kaiser, der vor 25 Jahren regierte, für sich entschieden hatte, erst einmal die Hände vor das Gesicht, konnte sein Glück zunächst kaum fassen: „Das war ganz spontan, eigentlich wollte ich an diesem Wochenende nur meine guten Freunde hier besuchen und wie schon seit vielen Jahren mit ihnen kräftig Schützenfest feiern.“ 

Und auch seine Ehefrau Miriam, Lehrerin von Beruf, die während dem vom regnerisch-kalten Wetter begleiteten Vogelschießen gar nicht anwesend war, benötigte eine Weile, diese Nachricht zu verdauen, um sich dann letztendlich gerne als neue Königin an die Seite ihres Mannes zu gesellen und im Festzug den Rückmarsch zum ausgedehnten Frühschoppen in der Schützenhalle anzutreten. 

"Auf Schützenfesten groß geworden"

„Jetzt müssen wir unseren Besuch im Sauerland wohl um ein paar Tage verlängern“, schmunzelte der als Sozialpädagoge tätige Paderborner, der seit 26 Jahren eine enge Verbundenheit zu den St. Nikolaus-Schützen pflegt und seitdem mit seiner Meinkenbrachter Clique traditionell das Schützenfest feiert: „Angefangen hat die Verbindung vor rund 50 Jahren. Mein Papa ist seit damals regelmäßig zum Zelten hier gewesen, später bin ich dann ‘infiziert’ worden, habe mich hier immer wohl gefühlt. Daraus sind enge Freundschaften entstanden. Ich bin sozusagen auf den Schützenfesten groß geworden, irgendwann gehört man im Dorf dazu. Jetzt freue ich mich, diese tolle Bruderschaft regieren zu dürfen.“ 

Und noch ein Schindler hatte an diesem Schützenfest-Sonntag einen kräftigen Grund zu feiern: Manuel Schindler, Brauer und Mälzer bei der Veltins Brauerei, ließ mit einem gezielten Schuss die letzten Splitter des Gecks aus dem Kugelfang regnen.

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