"Bürger gehen wegen der Strabs in die Luft"

Besondere Protestaktion in Sundern gegen Straßenbaubeiträge

+
Mit Ballons und Plakaten gestalteten die Sunderner Bürger die Mahnwache gegen die Straßenbaubeiträge.

Sundern - Getreu dem Motto "Bürger gehen wegen der Strabs in die Luft" hielten am Sonntag rund 80 betroffene Sunderner Bürger eine Mahnwache auf dem Rathausplatz. Dabei verliehen 50 rote Heliumballons mit einer hohen Symbolkraft dem landesweiten Protest gegen Straßenausbaubeiträge zusätzlich Ausdruck.

Einen Tag vor einer weiteren Anhörung der Sachverständigen im NRW-Landtag trugen die Teilnehmer auf Aufruf der KAG-Initiative "Strabs-Stop-Sundern" vehement ihren Unmut in die Öffentlichkeit. 

"Die Verantwortlichen sollen sehen, dass wir vor Zorn in die Luft gehen. Dieses Gesetz, diese Beiträge sind nicht nur nicht mehr zeitgerecht, vielmehr sind sie zudem unlogisch und unwirtschaftlich", betonte die Mitbegründerin des parteiunabhängigen Zusammenschlusses betroffener Bürger, Irmgard Alteköster, bei ihrer Ansprache vor dem Rathaus der Stadt Sundern. 

Mehr noch: Die Betroffenen seien enttäuscht von einigen Politikern im Düsseldorfer Landtag und wütend, "weil sie es einfach nicht verstehen wollen". Alteköster wies darauf hin, dass die hohen Verwaltungskosten für die Umsetzung des Gesetzes die Einnahmen ohnehin komplett fressen würden: "Das Thema muss heiß bleiben. Wir werden morgen mit einer Delegation an der Demonstration vor dem Landtag teilnehmen und auch darüber hinaus weiterkämpfen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare