"Beten mit den Füßen"

Thea Schroiff bedankt sich bei Renate Hengst und Beatrix Schulte nach der Lesung.

"Was unterscheidet eigentlich das Pilgern vom normalen Wandern?" fragte etwas provokant Bibliotheksleiterin Thea Schroiff bei der Begrüßung der vorwiegend weiblichen Gäste. Die Antwort erhoffte sich Thea Schroiff von Beatrix Schulte, die ihr neuestes Buch "Pilgern - ein Wegbegleiter" in der Bücherei vorstellte.

Beatrix Schulte war zusammen mit ihrem Onkel, dem Theologieprofessor Dr. Karl Hengst und ihrer Tante Renate Hengst rund 160 Kilometer auf dem Via de la Plata nach Santiago de Compostela gepilgert und hatte im Anschluss daran einen kleinen Wegbegleiter geschrieben.

Darin schildert sie weniger ihre Reiseerlebnisse auf diesem etwas abseits gelegenen Teil des Jakobsweges, sondern die spirituellen Phasen, die fast jeder Pilger auf seinem Weg durchlebt ? gleichgültig, ob er "nur" von Sundern nach Werl läuft oder einen der großen Pilgerwege in Angriff nimmt. Besonders lebendig wurde der Abend durch die Schilderungen von Renate Hengst, die mal lustig und mal berührend von ihrer Pilgerfahrt berichtete. Seltsame Mitpilger kamen da ebenso vor wie durchweichte Schuhe und der immer noch tief bewegende Einzug in die Jakobsbasilika in Santiago, wo die drei Sauerländer ganz allein morgens um sieben eine Messe feiern konnten. Die spirituelle Dimension ist es also, die das Pilgern vom Wandern unterscheidet, so Beatrix Schulte: "Pilgern ist Beten mit den Füßen!" Das Buch ist im Buchhandel erhältlich und auch die Stadtbibliothek Sundern hält es zur Ausleihe bereit.

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