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E-Bike-Modellprojekt an Sunderner Schulen gestartet

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Von: Andre Geißler

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e hoch drei E-Bike Projekt Schulen Sundern
Was gibt es zu beachten? Fachbereichsleiter Lars Ohlig (li.) erklärte den ersten Schülern im Projekt „e hoch drei“ die Funktionen der E-Bikes. © Andre Geißler

Gut für Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur: Mit einem deutschlandweit einzigartigen Gemeinschaftsprojekt der Stadt Sundern, dem „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ und dem Büro „Planersocietät“ setzen Schüler in Sundern jetzt ein deutliches Zeichen für aktiven Klimaschutz.

Sundern - Bei der Initiative „e hoch drei“, das gleichzeitig auch als Pilotprojekt gilt, werden jeweils zwei Neuntklässler von Sunderns Realschule, Hauptschule und Gymnasium für je vier Wochen mit einem für sie kostenlosen E-Bike ausgestattet.

„Tschüss Elterntaxi!“ – mit dem E-Bike auf den Bildungshügel“ heißt das Motto des von den Unternehmen Urbanus und Abus sowie der Sparkassen-Stiftung Arnsberg-Sundern geförderten Projekts. Ziel ist es, nicht nur einen Beitrag zur CO2-Verringerung zu leisten, vielmehr sollen die Themen Gesundheit sowie auch die Verbesserung der Infrastruktur im Vordergrund stehen.

Bei der Vorstellung des Projekts und mit Auftakt-Workshop in der Aula der Realschule wandte sich Bürgermeister Ralph Brodel an die rund 20 geladenen Schüler der drei weiterführenden Schulen: „Wichtig ist, dass auch ihr aktiven Klimaschutz betreibt. Der Klimawandel ist hier. Mitten in Sundern. Man sieht es schon am katastrophalen Zustand unserer Wälder. Sorgt auch ihr für weniger Autofahrten und tut gleichzeitig etwas für eure Gesundheit.“

Alle vier Wochen andere Teilnehmer

Bis Juni 2021 sollen nun abwechselnd alle vier Wochen sechs neue Teilnehmer ein E-Bike nutzen können und dabei in Form eines Videotagebuchs – unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien – nicht nur ihre Fahrten und die Wetterbedingungen notieren, sondern vielmehr auch wichtige Eindrücke sammeln, Ideen und Verbesserungsvorschläge machen. „Zum Beispiel, wenn ein Radweg in einem schlechten Zustand ist oder es irgendwo Sicherheitsrisiken gibt“, erklärte Dennis Stocksmeier vom Dortmunder „Planersocietät“-Büro: „Die von den Teilnehmern festgehaltenen Erfahrungen und Eindrücke, die uns wichtige Informationen liefern werden, fließen dann in eine umfangreiche Analyse ein, die der Optimierung dient. So kann sich jeder Teilnehmer zugleich als Hauptakteur, Ideengeber und Botschafter der Verkehrswende betrachten.“

Nach einer intensiven Aufarbeitung und Weitergabe der Erfahrungen soll das Projekt nach den Sommerferien 2021, auch als Vorbild für andere Regionen, in seine Fortsetzung gehen. Möglichst bereits mit einer wesentlich größeren E-Bike-Flotte.

Mehr gesunde Bewegung

CO2-Ausstoß verringern, sich mehr gesund bewegen und Platz schaffen auf den Straßen: Nachdem interessierte Schüler im Vorfeld Fragebögen ausgefüllt und sich eine Einverständniserklärung der Eltern eingeholt hatten, wurden dann die ersten sechs glücklichen Teilnehmer des Projekts „ausgelost“. Nach einer Einführung und Erklärung der Funktionen der Räder durch Lars Ohlig, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, stand einer Probefahrt über den Schulhof nichts mehr im Wege.

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