Forscher freuen sich über neue Boote

Bootstaufe bei der Ökologischen Station am Sorpesee

Die Schüler aus Schmallenberg testen die beiden neuen Boote (vorne Daphnia, hinten Bosmina), mit denen sie gleich auf den See hinausfahren, um Proben aus den tiefsten Stellen zu entnehmen. Foto: Ute Bosen

Langscheid. Das Wetter meint es gut an diesem Morgen mit den Kursteilnehmern der Ökologischen Station in der Jugendherberge am Sorpesee. Das Wasser glitzert in der Sonne und gleich werden die Schüler des Biologie-Leistungskurses vom Städtischen Gymnasium Schmallenberg mit Ruderbooten rausfahren, um Proben von Mikroorganismen aus den Tiefen des Stausees zu fischen.

Zum ersten Mal sind die Gymnasiasten aus Schmallenberg hier, um den Zustand des Wassers zu erforschen. Dabei wird ihnen, als erste Schülergruppe in diesem Jahr noch eine besondere Aufgabe zuteil. Zwei neue Ruderboote sollen getauft werden. „Ihre Anschaffung wurde notwendig da bei einigen der alten Boote, die seit den Anfängen der ökologischen Station im Jahr 2001 ihren Dienst tun, die Reparaturen keinen Sinn mehr machten“, erklärt Richard Müller, biologischer Leiter der Station.

Beim Gang zum Bootssteg offenbart sich das Wetter als gar nicht so angenehm, wie es den Anschein hatte. Ein eisiger Wind pustet heftig über das Wasser.

Bosmina und Daphnia mit Sekt getauft

Der Sekt zur Taufe trifft trotzdem die beiden neuen Aluminium-Boote, von denen eins von der Beatrice-Noll-Stiftung für Natur und Umweltschutz und das andere von der Station selber finanziert wurde.

Ihre Namen sind nun Bosmina und Daphnia. Die klangvolle Bezeichnung tragen eigentlich zwei winzig kleine Blattflusskrebsarten, die mit etwas Glück heute noch unter den Mikroskopen der Station liegen werden.

Normalerweise müssen die Kursteilnehmer bis zur tiefsten Stelle des Sorpesees rudern. Die liegt etwa 300 Meter vor dem Staudamm in Langscheid und ist 57 Meter tief. Bei dem heftigen Wind werden die Schüler aber wohl etwas näher am Ufer bleiben und dort mit Planktonnetzen proben aus dem Wasser fischen. Im hauseigenen Labor können sie diese dann wissenschaftlich untersuchen und ihre eigenen Schlüsse ziehen.

An die 700 Schüler, meist aus den Oberstufen von nordrhein-westfälischen Schulen, können so jährlich ihren Biologieunterricht vertiefen. Drei Tage verbringen sie im Normalfall in der Jugendherberge und nutzen die fundierte Ausrüstung der Ökologischen Station, die gemeinsam vom Deutschen Jugendherbergswerk und der Bezirksregierung Arnsberg betrieben wird.

Info: www.oeko-sorpe.de

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