Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus 

Bündnis für Vielfalt und Toleranz übergibt Medien gegen Rassismus an die Stadtbibliothek  

Die neuen Medien in der Stadtbibliothek stellten Alexandra Nitschke, Irmgard Harmann-Schütz (beide vom Bündnis Vielfalt und Toleranz) Thea Schroiff (Leiterin der Stadtbibliothek), Mathildis Schmitz-Hengesbach (Verein der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek) und Beate Feische (Bündnis Vielfalt und Toleranz) vor.

Sundern - Das Bündnis für Vielfalt und Toleranz in der Stadt Sundern hat jetzt zum Gedenken an die Opfer des Pogrom im November 1938 Medien an die Stadtbibliothek Sundern übergeben, die zur kritischen Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Rassismus und Rechtspopulismus beitragen.

„Die Verwüstung des Hauses der jüdischen Familie Klein und die Inhaftierung von Familienmitgliedern am 10. November 1938 kennzeichnen die Ereignisse des Novemberpogroms 1938 in Sundern. Damit markiert der Novemberpogrom den Übergang von der Diskriminierung der Familie Klein hin zu deren systematischen Verfolgung und Vernichtung; ein Wendepunkt, ab dem aus der diskriminierenden, hasserfüllten Sprache der Nationalsozialisten menschenverachtende Taten erfolgten“, erinnert das Bündnis.

Verteidigung demokratischer Werte 

„Das gescheiterte Massaker an der jüdischen Gemeinde in Halle am 10. Oktober 2019 und der Mord an dem Regierungspräsidenten von Kassel im Juni diesen Jahres werfen die Frage auf, wie wir in Deutschland mit der Situation umgehen, dass rechtspopulistische, rechtsextremistische Demagogie erneut zu Gewalttaten führt? Vor allem aber stellen diese Ereignisse unseren Staat sowie alle Bürger dieses Staates vor die Aufgabe, sich schützend und stärkend vor unsere demokratischen Grundwerte zu stellen“, macht Irmgard Harmann-Schütz vom des Bündnis für Vielfalt und Toleranz deutlich und unterstreicht, dass sich die Initiative genau dies zum Ziel gesetzt hat. 

Mit der Übergabe von Medien zu den Themen Diskriminierung, Rassismus, Rechtspopulismus und -extremismus an die Stadtbibliothek Sundern leistet es nun einen Beitrag, die offensive Auseinandersetzung mit diesen Themen anzustoßen und somit die Stärkung demokratischer Werte in der Stadtgesellschaft zu unterstützen. „Wir haben uns im Bündnis entschieden, diese Medien, die wir mit unseren Projektmitteln aus dem Aktionsfonds ViRaL anschaffen konnten, nicht nur für die Mitarbeitenden im Bündnis vorzuhalten. Wir möchten sie, durch die Übergabe an die Stadtbibliothek, der gesamten Bevölkerung zugänglich machen“, so Harmann-Schütz weiter.

Aktion gegen Ausgrenzung am 23. November

Das Bündnis zeigte sich erfreut und dankbar, dass diese Idee auf die Zustimmung der Bibliotheksleiterin Thea Schroiff stieß, die die Medien im Wert von knapp 200 Euro in den Bestand der Stadtbibliothek aufnehmen wird. Auch Vertreterinnen des Fördervereins der Stadtbibliothek begrüßten, dass die Stadtbibliothek mit dem Vorhalten dieser Titel ein Angebot zur kritischen Beschäftigung mit aktuellen alltagspolitischen Themen machen kann.

Eine weitere Aktivität zur Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Rassismus plant das Bündnis Vielfalt und Toleranz in der Stadt Sundern zusammen mit einem Unterstützerkreis für nächsten Samstag, 23. November. An diesem Tag soll der Öffentlichkeit eine Tafel auf dem Levi-Klein-Platz vorgestellt werden, die an den Namensgeber des Platzes und seine Familie erinnert und eine Aufforderung zur Stärkung unserer freiheitlichen Demokratie beinhaltet.

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