Der Zukunft zugewandt

Vier Ärzte zeigen Bereitschaft für „Medikus“

Im Förderprojekt „Medikus“ zur digitalisierten Patientenversorgung stehen unter anderem auch digitale Sprechstunden am Bildschirm im Fokus. Foto: PantherMedia/Boris Zerwann

Sundern. Eine Reihe neuer Entwicklungen hatte Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel beim Monatspressegespräch am vergangenen Mittwoch zu verkünden. Nach dem Informationsabend über das neue Förderprojekt „Medikus – Medizin, Digitalisierung, Kompetenz und Sicherheit in Sundern“ in der vergangenen Woche haben sich vier Ärzte bereit erklärt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Als einen guten Auftakt bezeichnete der Bürgermeister die Veranstaltung, bei der auch klar geworden sei, wo Problemlagen bestehen.

Diese seien im Wesentlichen in allgemeinen Rahmenbedingungen begründet, die man vor Ort nicht beeinflussen könne. „Ich nehme einige Sachen mit in das Landes- und Bundesparlament“, stellte Brodel in Aussicht. Mit der Zusage der vier Ärzte geht es in Sundern jetzt direkt weiter, es ist bereits ein Nachfolgetermin anberaumt.

Von dem Projekt verspricht sich der Bürgermeister auch einen Imagegewinn. „Wir wollen uns offen zeigen. Wir wollen nicht nur klagen, sondern uns der Zukunft zugewandt zeigen“, so der Bürgermeister, der sich auch Nachfolgeprojekte erhofft. Dadurch würde auch Sundern als medizinischer Standort bekannter – „ein Marketing auch für die Ärzte“.

Gearbeitet wird in Sundern auch an der Prozessoptimierung im Rathaus. Alle Fachbereiche seien derzeit damit beschäftigt, alle wesentlichen Aufgaben zu erfassen und zu bewerten – im Vorgriff auf ein Gutachten für ein Personalentwicklungskonzept.

Dieses war im Zuge der Haushaltsberatungen von mehreren Fraktionen gefordert worden. Hoffnungsvoll blickt Bürgermeister Ralph Brodel auf die kommende Ratssitzung am Mittwoch, in der der Haushalt 2019 und das Haushaltssicherungskonzept 2013 – 2022 in der Fortschreibung 2019 beschlossen werden sollen. Man sei auf einem guten Weg, sprach Brodel über eine sich abzeichnende interfraktionelle Einigung.

Stadtwerke senken Gebühren

Noch keine politische Entscheidung habe es bezüglich einer Nachfolgelösung für die Stadtgalerie gegeben, widersprach Brodel allen kursierenden Gerüchten. Der Vertrag mit der Stadtgalerie war Ende des Jahres ausgelaufen. Die 20.000 Euro, die man jährlich an Miete spart, stünden aber weiterhin auf der Ergänzungsliste für freiwillige Leistungen ohne Kompensation, um Kunst und Kultur auch künftig einen Raum bieten zu können.

Von sinkenden Kosten profitieren derweil die Bürger in Sundern. „Alle Gebühren der Stadtwerke Sundern wurden auf das Niveau von 2003 gedrückt“, berichtete Brodel. Das sei eine Senkung um 3,3 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Erfreulich sind weiterhin auch die Zahlen der Arbeitslosenstatistik. Die Zahl der Arbeitslosen in Sundern ist mit 3,0 Prozent auf dem Vormonatsniveau geblieben. „Es wird weiterhin stabil bleiben“, stellte Fachbereichsleiter Stephan Urny in Aussicht.

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