„Sundern braucht jetzt Zukunft“

Bürgermeisterkandidat Willeke sieht drei strategische  Ziele für Sundern

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Stellten das Programm vor: Wilfried Haake (Wahlkampf-Unterstützung/Finanzen), Bürgermeisterkandidat Klaus-Rainer Willeke, Günter Lübke (Wahlkampfleiter) und Anna Baumeister (Wahlkampf-Unterstützung).

Sundern – Mit drei fundamentalen Schwerpunkten wird Klaus-Rainer Willeke den Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters in Sundern antreten. Dabei wird ihm ein 13-köpfiges Team zur Seite stehen. Nachdem der Hagener seine parteiunabhängige Kandidatur im vergangenen Oktober bekanntgegeben hatte, stellte Willeke nun die Einzelheiten seines dreiseitigen Programms vor.

„Sundern braucht jetzt Zukunft“: Unter diesem Schlagwort möchte der 61-jährige Ortsvorsteher von Hagen und Leiter der Volkshochschule Arnsberg/Sundern einen neuen politischen Weg im Rathaus einschlagen. Mit seinen Ideen und Visionen möchte der Hagener nach der Kommunalwahl als Bürgermeister sowohl die Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch die Bürger mitnehmen.

In unzähligen Gesprächen und Diskussionen mit Sunderns Einwohnern und einer Unterschriftenaktion habe er in der Bevölkerung eine große Bereitschaft für einen Wechsel bemerkt. Daher sei es Zeit für eine Veränderung: „Wir müssen Sundern wieder voranbringen. Stadtrat und Verwaltung müssen wieder als starker Motor fungieren und eine Motivation nach außen tragen. Auch sollte sich die Verwaltung als Dienstleister verstehen und ihr Handeln an den Bürgern orientieren. Zurzeit herrschen eher Misstrauen, Demotivation und Verunsicherung.“

Überparteiliches Miteinander 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bedürfe es einer Politik, die überparteilich ein Miteinander statt ein Gegeneinander beinhalte sowie die Bürger stärker mit einbeziehe. In einem dreiseitigen Schriftstück seien die wesentlichen strategischen Zielen ausgearbeitet und ein „kluges, schlagkräftiges“ Wahlkampfteam aus verschiedenen Ortsteilen und mit unterschiedlichem kommunalpolitischen Hintergrund sowie verschiedenen fachlichen Zugängen gefunden worden.

Der Bürgermeisteranwärter setzt bei seinem Programm auf drei Säulen: Zum einen müsse die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Sundern gestärkt werden. Willeke sieht darin den Lebensnerv der Bürger. Deshalb müsse sich ein Bürgermeister als aktiver kommunaler Wirtschaftsförderer verstehen und eng mit den Akteuren agieren. Zentrale Aspekte seien die Modernisierung der digitalen Infrastruktur, ein Angehen der Gewerbeflächenproblematik sowie die Förderung des Tourismus: „Ich möchte diese Standortfaktoren stärken und weiterentwickeln. Äußerst wichtig ist mir zudem der Ausbau der Angebote für junge Menschen“, so Willeke.

Als Zweites so Willeke, können die Dörfer, die Ortsteile und der Stadtkern Sunderns nur gemeinsam erfolgreich entwickelt und bereichert werden. Grundversorgung, Vereinsaktivitäten, Treffpunkte, Kulturangebote, digitale Vernetzung, einladende Innenstadt: „Nur mit Netzwerkarbeit kommen wir gemeinsam – Jung und Alt – nach vorne. Die Initiativen müssen sich austauschen, sich gegenseitig helfen und von Politik und Verwaltung unterstützt werden.“

Das dritte zentrale Ziel sieht Willeke im Neudenken und in der Neuorganisation der Mobilität in der ländlich geprägten Stadt. Dazu würden vor allem die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, die Schaffung der Voraussetzungen für eine funktionierende E-Mobilität sowie der Ausbau des Rad- und Fußwegesystems gehören. „Ein Potential, das bei den Planungen unbedingt mit einbezogen werden sollte“ ist für den Bürgermeisterkandidaten die „Röhrtalbahn“.

Stellungnahme zu zwei Brennpunkten

Und auch zu zwei weiteren Brennpunkten nahm Willeke Stellung. „Uns nützt kein Rossmann-Umzug von A nach B“: Bei der Innenstadtentwicklung könne die Attraktivität eher durch ein verbessertes Angebot an Gastronomie und der Schaffung von Wohlfühlplätzen gesteigert werden als durch den Ausbau des Einzelhandels.

Beim Dauerthema „Ferienpark Amecke“ hoffe er auf eine touristisch angemessene und verträgliche Lösung: „350 Häuser sind deutlich ein Tacken zu viel.“

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