Dem "Stau an Problemen" Herr werden

Willeke will weg von fruchtlosen Konfrontationen 

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Sein „Programm für Sunderns Zukunft“ stellte Bürgermeisterkandidat Klaus-Rainer Willeke jetzt vor – mit seiner Wahlkampfleitung Christina Hellwig und Günter Lübke stets im Rücken. Foto: Jana Sudhoff

Sundern – Vorgestellt hat er sich den Wählern schon. Jetzt finden die Menschen in Sundern einen zweiten Flyer von Bürgermeisterkandidat Klaus-Rainer Willeke in ihren Briefkästen – um den von ihm angestoßenen Dialog mit Inhalten anzufüttern, wie der 61-Jährige erklärt. Dabei fußt die aktuelle Offensive auf zwei Bausteinen: dem Flyer zum Wahlprogramm und einer Podcast-Aktion.

„Ich rechne mir nach wie vor gute Chancen aus“, sagt der Hagener, der parteiunabhängig antritt. Seine Vision: die Menschen in Sundern, allen voran die Kommunalpolitiker, zusammenzubringen und sachorientiert zu diskutieren, wichtige Projekte umzusetzen, statt sie zu zerreden, und damit den „Stau an Problemen“ abzuarbeiten. Daher möchte er mit seinen „programmatischen Schwerpunkten für die nächsten Jahre“ nicht nur die Bürger zum Dialog motivieren, sondern auch Angebote an die politischen Akteure machen.

Unter den Schlagworten KRWirtschaftsentwicklung, KRWirgefühl, KRWegenetz, KRWertewandel und KRWertschätzung – verbunden mit einer Spielerei mit seinem Namen (KRW) – möchte Klaus-Rainer Willeke den Parteien ein „anschlussfähiges Programm“ mit inhaltlichen Schnittmengen bieten.

Frühestmöglich Koalitionsgespräche führen 

„Alles wird andiskutiert, wird zerredet und verliert sich in politischer Eitelkeit“, sagt der unabhängige Bürgermeisterkandidat, der sich eine „dezentere Form von Politik“ wünscht und stabile Verhältnisse in den Rat bekommen möchte. „Im nächsten Stadtrat muss es eine verlässliche und stabile Koalition der Kräfte geben, die gemeinsam an Sunderns Zukunft arbeiten wollen und dazu den nötigen Fundus an Gemeinsamkeiten definieren können“, formuliert Willeke. Der Prozess hin zu einer solchen Zusammenarbeit solle durch das Wahlprogramm befördert werden, so sein eigener Anspruch. Und mit Koalitionsgesprächen möchte Willeke frühestmöglich, noch vor der Stichwahl, beginnen.

„Damit wir uns nicht selber behindern, Lösungen zu finden, gibt es keine weiteren roten Linien in dem Wahlprogramm“, erklärt Willeke weiter. „Grundhaltung haben wir in Sundern genug“, meint er. In seinem Wahlprogramm habe er daher Themen definiert und Lösungswege skizziert, dabei auf Festlegungen verzichtet. „Das soll die Diskussion versachlichen, erleichtern und nicht komplizierter machen“, sagt Willeke, der damit den Weg frei machen möchte für „kreative, gemeinsam getragene Lösungen“.

Debatten mit lösungsorientierter Grundhaltung 

Das derzeitige Chaos in Sundern sei auf drei Ebenen entstanden: „Bürgermeister, Verwaltung und Politik, die eigentlich gut zusammenarbeiten müssten. Ich will versuchen, Standards zu setzen im Umgang miteinander.“ Fruchtlose Konfrontationen sollen vermieden werden. Stattdessen sollen alle politischen Debatten mit einer „lösungsorientierten Grundhaltung“ geführt werden.

Auch die Bürger sind zum Dialog eingeladen. Dieser Dialog funktioniere bereits und solle jetzt nach dem neuen Flyer in eine neue Runde gehen, betont der Hagener Ortsvorsteher und Leiter der VHS Arnsberg-Sundern. „Die existierende Schwarm-Intelligenz muss für die Zukunftsgestaltung zum Tragen gebracht werden. Deshalb ist das Thema Beteiligung der Bürger eines von zwei Querschnittsthemen im Wahlprogramm“, erläutert der Bürgermeisterkandidat.

Zur Unterstützung des Dialogs startet Willeke am kommenden Samstag eine neunteilige Podcast-Reihe unter dem Titel „Sundern 2030“. Anhand von speziellen Themen wie beispielsweise Dorf- und Stadtentwicklung, Mobilität oder Bürgerbeteiligung möchte Willeke in Gesprächen mit Experten aus Sundern und der Region Entwicklungspotenziale und Visionen für Sundern aufzeigen. „Wir wollen nicht nur Plakate aufhängen“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Wer sich tiefer mit den Dingen beschäftigen wolle, bekomme jeweils „äußerst anregende“ 20 bis 25 Minuten lange Beiträge geboten.

Das gesamte Wahlprogramm findet man auf der Homepage. Dort können sich Interessierte auch in einem Forum an der Diskussion beteiligen. Die Podcasts erscheinen samstags in allen gängigen Audioportalen, bei YouTube, auf der Homepage und auf Facebook

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