In Sundern kochen die Gemüter hoch: „Bürgerwillen nicht respektiert“

Anlieger verärgert: Zebrastreifen soll aufgegeben werden

Entlang der Hauptstraße in Sundern befinden sich (noch) mehrere „Zebrastreifen“. Die Aufgabe des Überwegs an der Hüttenstraße lässt nun die Gemüter hochkochen.

Sundern. Sunderns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schauerte staunte nicht schlecht, als er das Protokoll der Fachausschuss-Sitzung „Arbeit und Leben“ las. Unter dem Top „Optimierung der Fußgängerüberwege an der Hauptstraße)“ sah er den Willen der Bürger übergangen.

In einem Brief an den Bürgermeister macht er seinem und dem Ärger einiger Anlieger Luft: „Hier wird nicht dem Wunsch der Bürger entsprochen den Überweg zu erhalten, sondern dem Vorschlag der Verwaltung, den Sie als sehr gute Arbeit bezeichnen, und der SPD Fraktion, den Überweg an der Hüttenstraße aufzugeben.“

Kurzer Rückblick: Im September 2015 hatte Schauerte bereits bei einem Termin mit dem Leiter des Amtes für Arbeit und Leben und zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes auf die Problematik der Zebrastreifen (Sportplatz und Hüttenstraße) entlang der L519 hingewiesen. Hier ging es um die Frage nach Erhalt oder Aufgabe der Fußgängerüberwege, die seinerzeit zur Verkehrssicherheit errichtet wurden. Im Oktober 2015 folgte eine Anliegerversammlung im TuS-Clubheim. Hier wurde kritisiert, dass nach der Beschädigung des Masts samt Beleuchtung die Anlage nicht instandgesetzt wurde. Die Bürger wurden bei ihren Anrufen bei der Stadt an Straßen NRW verwiesen. „Der Fußgängerüberweg ist somit seit 1,5 Jahren nicht mehr verkehrssicher“, kritisiert Schauerte.

„Seit 1,5 Jahren nicht mehr verkehrssicher“

Die Anwohner der Hüttenstraße wünschten diesen Überweg zu belassen, seien aber prinzipiell mit der Verschiebung in Richtung Einfahrt Penny einverstanden, erläutert der Ortsvorsteher die Lage weiter. Auch die Anwohner der Straßen „In der Freiheit“ und „Buchweg“ würden den Überweg an der Hüttenstraße nutzen.

„Einen Überweg bei der Bushaltestelle gegenüber der Einmündung zum Rentnerweg zu installieren, wird abgelehnt“, macht Schauerte klar. Der Zu-Weg zum sogenannten „Rentnerweg“ werde aufgrund der Rutschgefahr bei Regen und im Winter auf der Brücke eh kaum genutzt. „Als Weg zur Innenstadt vermutlich auch nicht von den späteren Bewohnern des Wohnprojektes behinderter und nicht behinderter Menschen in der Kurzen Straße. Diese werden auf dem Weg zur Innenstadt die Fußgängerampel bei der Sparkasse nutzen und zum Einkaufen den Überweg Penny nutzen“, so Schauerte.

Da abzusehen war, dass die Meinung der Anlieger nicht berücksichtigt wurde, hat Liane Wiglinghoff von der Hüttenstraße eine Unterschriftenaktion im Mai dieses Jahres durchgeführt – hier haben sich 39 Anwohner für den Erhalt des Überwegs ausgesprochen. Diese Liste mit dem Anlieger der Bürger wurde dem Bürgermeister im Mai überreicht, wofür er, nach Meinung Schauertes, großes Verständnis gezeigt habe.

Zum Schluss des Briefes findet Schauerte deutliche Worte in Richtung des Bürgermeisters: „Sie als Bürgermeister haben die Möglichkeit die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu respektieren. Dies ist nicht geschehen. Sie haben sich bedauerlicherweise dagegen entschieden, wie man nun der Niederschrift entnehmen kann. Sollte es wie der vor Errichtung der Anlage zu Unfällen kommen, was wir alle inständig nicht hoffen, so tragen Sie mit Ihren Mitstreitern die Verantwortung dafür.“

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