Offenes Ohr für Nöte und Probleme

Projekt „Himmel und Erde“ will ein wichtiges Zeichen setzen

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Sie wollen einen Ort der Begegnung gegen die Vereinsamung der Menschen schaffen: die Damen des Vorstands der Caritas-Konferenz St. Johannes Sundern und Mitorganisator Pfarrer Stefan Siebert.

Sundern – Aufgrund des Wandels gesellschaftlicher Strukturen steigt der Anteil an vereinsamten Menschen in der Bevölkerung. Um diese Bürger nicht aus den Augen zu verlieren und dieser Entwicklung entgegenzuwirken, soll unter dem Projektnamen „Himmel und Erde“ der Caritas-Konferenz St. Johannes in Sundern ein Ort der Begegnung entstehen. Vorgesehen ist die Anmietung eines rund 70 Quadratmeter großen Raumes in unmittelbarer Nähe zur St.-Johannes-Kirche. Diese, einst von der Deutschen Bank genutzte Räumlichkeit, konnten Interessierte im Anschluss an die heilige Messe am Sonntagmittag in Augenschein nehmen.

In dieser hatte Pfarrer Stefan Siebert im Rahmen einer Dialogpredigt das Projekt bereits in Details erläutert. Anlass für die Projektidee sei auch die klare Forderung der Gemeindemitglieder gewesen, dass die Kirche ein offenes Ohr für die Nöte und Probleme der Menschen haben müsse. „Die Nähe und Verbindung zur Kirche ist daher durchaus gewollt. Dennoch soll dieser gut erreichbare Treffpunkt allen betroffenen Menschen, völlig unabhängig von Religion, Weltanschauung, Nationalität, Alter und Geschlecht einen Ort für ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen bieten. Daher wird jeder herzlich willkommen sein“, betonte der Pfarrer, der Mitinitiator des Vorhabens ist. „Niemand sollte die Scheu haben, den Raum zu betreten.“

Man sei glücklich darüber, dieses gut sichtbare, ehemalige Ladenlokal direkt neben der Kirche gefunden zu haben. Unter dem Begriff „Caritas Café“, der lediglich für „sich unterhalten“, „Entspannung“ und „zwanglose Kommunikation“ stehe, werde der Raum keine Konkurrenz zur Gastronomie darstellen, machte Siebert deutlich.

33.000 Euro müssen als Eigenanteil finanziert werden

Besondere, gemeinsame Aktivitäten, wie etwa Kino-Nachmittage oder Veranstaltungsbesuche, sollen das Angebot attraktiv ergänzen. Zugleich soll „Himmel und Erde“ ein wichtiges Zeichen dafür setzen, dass eine Stadt wie Sundern als Kommune angemessen auf die Problematik eingeht und mit Angeboten der Vereinsamung der Menschen entgegen steuert.

Trotz Unterstützung durch das Förderprogramm Leader fehlt noch der Eigenanteil von rund 33.000 Euro zur Verwirklichung des Vorhabens. Daher rufen die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einer Spendenaktion für das gemeinnützige Projekt auf. Die Gelder sollen die Finanzierung der Einrichtungs-, Miet- und Sachkosten für zunächst drei Jahre sichern. Im Mittelpunkt soll die ehrenamtliche Arbeit der Mitarbeiter stehen, darüber hinaus sei aber auch die Finanzierung von Koordinatoren inbegriffen. Diese sollen mit der Übernahme der Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Aufbau eines Netzwerks für den weiteren Projektausbau tätig werden und die Koordination der Aktivitäten übernehmen.

Die Projektidee wurde in das europäische Förderprogramm Leader aufgenommen und kann eine Förderung zu 65 Prozent (42.000 Euro) erwarten. „Wir würden uns sehr freuen, genügend Unterstützer für die Kosten des Eigenanteils in Höhe von 33.000 Euro zu finden, damit wir dieses Vorhaben im Dienst am Mitmenschen Wirklichkeit werden lassen können“, richtet sich Silke Köhler vom Vorstandsteam der Caritas-Konferenz an die Bevölkerung: „Ohne Ihre Unterstützung geht es nicht.“

Spendenkonto 

Caritas Konferenz St. Johannes, Sparkasse Arnsberg-Sundern, IBAN: DE 98 4665 0005 0003 0055 50 Für eine Spendenquittung bitte auf dem Überweisungsträger die vollständige Adresse angeben.

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