"Das Leben im Dorf — eine interessante Alternative"

Viel diskutiert haben die Bürger bei der zweiten Hagener Dorfkonferenzenz. Foto: Rolf Plümper

80 engagierte Bürger bei zweiter Hagener Dorfkonferenz

Hagen. (plü)

Zur zweiten Dorfkonferenz sind am Freitagabend mehr als 80 engagierte Hagener in die Schützenhalle gekommen. Der traditionsreiche Schützenbau bot mit seiner Größe den angemessenen Rahmen für die inzwischen zweite Konferenz ihrer Art. Dorfplanerin Nathalie Franzen hatte die Hagener Bevölkerung eingeladen, gemeinsam die Ergebnisse der ersten Veranstaltung weiterzuentwickeln. Entsprechend erfreut war Ortsvorsteher Josef Kramer, als er bei der Begrüßungsansprache mehr als 80 Teilnehmer an diesem Abend zählte. Die zentrale Frage, wie die Entwicklung Hagens aussehen könne, stand erneut zur Diskussion. Im Zusammenhang mit den Prognosen für den gesamten ländlichen Raum sei der Ort Hagen ein anschauliches Beispiel für Fragen, mit denen sich Bewohner dörflicher Lebensgemeinschaften beschäftigen sollten, so Franzen. Eingangs der Lagebetrachtung stand für die Hagener an diesem Abend der Ist-Zustand als Ergebnis der ersten Dorfkonferenz. Angeregt von der "Dorfplanerin" und Geografin Nathalie Franzen, bildeten sich, gegliedert nach Interessen, Arbeitsgruppen mit Themen wie Vereine, Verkehr, Touristik und Arbeit. In den Arbeitsgruppen wurden die Stärken und Schwächen Hagens gesammelt und ein möglicher Handlungsbedarf abgeleitet. Diese Ergebnisse stellten die Arbeitsgruppen den anderen Teilnehmern vor, um gemeinsam darüber zu diskutieren.

"Hagen kann zufrieden sein"

Als problematisch wurde die Lage in Hagen allgemein nicht beurteilt: Die Situation in allen Bereichen wurde vielmehr als "sich stetig verkomplizierend" beschrieben. Dies betreffe sowohl die Infrastruktur, die Versorgung mit Lebensgütern, die Gewinnung von Neubürgern und die Integration in die Dorfgemeinschaft. Entscheidend werde für die Zukunft sein, wie sich die "erprobten Institutionen" behaupten werden. Dazu gehörten im Kern die Familie als Wertebasis und darüber hinaus angebotene Interessensstrukturen wie Schulen, Arbeit und Vereine.

"Hagen kann zufrieden sein", fasste Ortsvorsteher Josef Kramer die Situation zusammen. Der Grund dafür seien die Hagener selbst. Ihr Wille, das Geschick des Ortes zu gestalten, und die Stärken der Gemeinschaft im Dorfleben machten ein Leben im Dorf zu einer interessanten Alternative.

Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Dorfkonferenz hat, darf sich weiterhin unter: info@dorfplanerin.de oder bei Klaus-Rainer Willeke Tel. 02393/796, willeke@vhs-hsk.de) melden.

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