1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Sundern

"Daten bislang so nicht zugänglich"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bürgermeister Detlef Lins, Dr. Hubert Schmidt, Marita Emde von Stadtarchiv und Uta Koch vom Kulturbüro freuen sich über den neuen Städteatlas. Foto: Ute Bosen
Bürgermeister Detlef Lins, Dr. Hubert Schmidt, Marita Emde von Stadtarchiv und Uta Koch vom Kulturbüro freuen sich über den neuen Städteatlas. Foto: Ute Bosen

Der Geschichte der eigenen Stadt, von ihrer Gründung bis zur Neuzeit, ein Stück näher zu kommen ist sicher von vielen Bürgern ein gehegter Wunsch. Mit dem Westfälischen Städteatlas ist das jetzt auch für den interessierten Sunderner Bürger möglich. Für den 27. November lädt die Stadt Sundern um 11 Uhr zur Präsentation der Stadtmappe Sundern aus dem Westfälischen Städteatlas in die Stadtgalerie ein.

In diesem historischen Stadtkartenwerk ist erstmalig, in Karten und Text, eine umfassende, wissenschaftliche Stadtgeschichte dargestellt. Kernstück ist die Urvermessung der Stadt Sundern sowie die Urkatasterkarten der Ortsteile aus dem Jahr 1829. Mit einer modernen Stadtgrundkarte aus dem Jahr 2009 lässt sich die Entwicklung von Sundern in 180 Jahren eindrucksvoll vergleichen. Umlandkarten aus den Jahren 1842/43 sind als Übersicht über die Stadt und ihrer Umgebung in der Mappe zu finden, ebenfalls eine Wachstumsphasenkarte von den Siedlungsanfängen um 1310 über die Stadtgründung bis zur Neuzeit.

Neben den Karten sind in der Mappe viele präzise Texte vom Autor Prof. Dr. Wilfried Ehbrecht, Mitglied der historischen Kommission für Westfalen, vorhanden. Kirche, Schulgeschichte und Bergbau werden erläutert.

Mit der elften Lieferung der Stadtmappen ist Sundern als 80. Stadt mit dabei. Das Sundern von den über 200 westfälischen Städten bereits jetzt berücksichtigt wurde, erfüllt Bürgermeister Detlef Lins mit Stolz. Die Mappe erscheint nun rechtzeitig zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt Sundern.

Kein Zufall, denn dies ist den guten Beziehungen von Dr. Hubert Schmidt mit den verantwortlichen Mitgliedern der Historischen Kommission für Westfalen zu verdanken. Der Historiker und Oberstudiendirektor a.D. freut sich besonders, dass der Vorstand der Kommission mit Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Prof. Dr. Werner Freitag und Dr. Wilfried Ehbrecht persönlich die Präsentation von Sunderns Stadtmappe vornehmen wird. Sicher auch dem Umstand zu verdanken, dass die Atlasmappe ungewöhnlich umfangreich ausgestattet ist und konzeptionell und kartographisch Neuland betritt.

Nicht nur der Kern von Sundern wird behandelt sondern auch die ehemaligen Freiheiten Allendorf, Endorf, Hachen, Hagen und Langscheid.

Ehemalige Freiheiten Teil des Werkes

Jeder, der an der Geschichte Sunderns interessiert ist, bekommt mit dieser Mappe einen Fundus historischer Daten in die Hand, "die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren." So geschrieben im Infoblatt des GSV Städteatlas Verlag.

Herausgegeben wird der Westfälische Städteatlas im Auftrag von der Historischen Kommission für Westfalen von Dr. Cornelia Kneppe und Dr. Mechthild Siekmann.

Der Preis für Sunderns Mappe beträgt 38 Euro. Am Tag der Präsentation gewährt der Verlag einen Rabatt von 33 Prozent und durch das Sponsoring von Heimatbund und Sparkasse wird der Preis an diesem Samstag deutlich unter dem Normalpreis liegen.

Auch interessant

Kommentare