Aktuelle Ausstellung zum 85. Geburtstag von Dröge läuft noch

Denkmal für Johannes Dröge: „Altes Berghaus“ in Stockum wird „Akademie für bildende Kunst“

Bei der Vernissage zur Ausstellung zum 85. Geburtstag von Johannes Dröge stellte sich der Künstler inmitten seiner Schülerinnen und Schüler aus über 30 Jahren. Foto: U. Bosen

Sundern. Genau 118 Ausstellungsstücke der Schüler von Johannes Dröge füllen momentan Sunderns Stadtgalerie. Dem Künstler und Lehrenden der Kunst zu Ehren haben seine Schüler die Werke aus dem ganzen Bundesgebiet hierhergebracht.

„Hannes wird 85 – Als der Ruf kam, haben wir alles, was mobil war hierhergebracht“, erklärte Laudator Prof. Dr. Henning Vosberg, der seit vielen Jahren als Schüler von Johannes Dröge an seinen Akademien teilnimmt. Etwa 120 Gäste waren am Sonntagmorgen zur Vernissage der vom Kulturring Sundern veranstalteten Ausstellung gekommen. Der stellvertretende Bürgermeister Jürgen ter Braak lobte Dröge als Menschen mit unschätzbarem Wert für die Kunstszene in Sundern und Umgebung und dankte ihm für alles was er für die Stadt Sundern getan hat.

Johannes Dröge habe sein Handwerk von Grund auf gelernt, erklärte Prof. Dr. Henning Vosberg und das, nämlich mit der Technik und dem Material fachgerecht umzugehen, bringe er auch als erstes seinen Schülern bei. Vor genau 31 habe Dröge angefangen Kurse bei der VHS zu geben. In den letzten 15 Jahren zusätzlich noch in den Schulen und Grundschulen. „Dabei betrachtet er zunächst seine Schüler wie die Steine. Er klopft sie ab ob auch kein Sprung darin ist“, beschrieb Vosberg humorvoll den Umgang Dröges mit den Menschen.

„Du hast dein Lebenswerk so gut wie beendet“, wandte sich der Laudator an Johannes Dröge. Er habe, ganz nach dem Rat eines chinesischen Sprichwortes, ein Kind, sicher habe er auch einen Baum gepflanzt, allerdings nicht – wie das Sprichwort weiter rät – ein Buch geschrieben. Dafür aber die Menschen und die Steine „beschrieben“. „Die Steine halten viel länger als Bücher – über zigtausende von Jahren“, spielte Vosberg auf das bleibende Vermächtnis des Künstlers an.

Genau darum ging es auch Helmut Schulte, Schüler und Freund von Johannes Dröge als er zum Ende noch eine Besondere Mitteilung zu verkünden. Denn aus der Gastwirtschaft „Altes Berghaus“ in Stockum wird in Zukunft eine „Akademie für bildende Kunst“. Ferdi Tillmann kaufte das Gebäude, um darin Symposien, Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen aller Art zu machen. Vornehmliche Aufgabe dieses Hauses solle aber die dauerhafte Unterbringung und Präsentation des Lebenswerks von Johannes Dröge sein. „Schon in der nächsten Woche werden die Umbaumaßnahmen beginnen“, wusste Schulte zu berichten. Außerdem solle ein Verein von Freunden und Förderern des Projektes „Johannes-Dröge-Museum/Akademie gegründet werden. Ein Eintrag in eine entsprechende Liste war bereits bei der Vernissage möglich. Johannes Dröge bedankte sich für dieses Projekt sichtlich bewegt bei seinem Freund Ferdi Tillmann.

Die ausgestellten und auf hohem Niveau gefertigten Plastiken der Schüler von Johannes Dröge sind noch bis zum 26. März in der Stadtgalerie in Sundern zu sehen. Die Finissage ist nicht wie vorher angekündigt am 26. März um 17 Uhr, sondern bereits um 16 Uhr.

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