5 Sunderner Firmen planen  gemeinsames Projekt im ehemaligen toom-Gebäude

Neuer Werksverkauf in Sundern: „Die Fabrik“ ist ein Zeichen

Rudolf Schulte (Severin) stellte das Projekt „Die Fabrik“ der Öffentlichkeit vor. Foto: Ute Bosen

Sundern. Es tut sich was, am ehemaligen Baumarktgebäude in der Röhre in Sundern. Seit November 2015 finden dort sichtbar Umbau- und teilweise Abrissarbeiten statt. Denn hier entsteht „Die Fabrik“. Eine attraktive Plattform, ein Treffpunkt, Veranstaltungsort, eine Präsentationsfläche und Werksverkauf für das produzierende Gewerbe in Sundern.

Die erste Informationsveranstaltung für die Vertreter aller politischen Parteien aus Sundern und die Presse fand jetzt im Ausstellungsraum der Firma Severin Elektrogeräte statt, bei dem die Anwesenden umfassend über das Thema „Wiederbelebung der brachliegenden Toom Baumarktimmobilie“ unterrichtet wurden.

„Ein Leuchtturmprojekt, bei dem klar wird, dass die Stadtentwicklung voran geht“, erklärte Bürgermeister Ralph Brodel zu Beginn der Präsentation. „Wir werden ein Publikumsmagnet haben“, war sich der Bürgermeister sicher. „Mit dem Projekt wollen wir gemeinsam die vielen hervorragenden Produkte von Firmen aus Sundern zentral und in einer neuen Form bündeln und darstellen. Somit entsteht eine dynamische Präsentation der Leistungsfähigkeit der Sunderner Firmen mit einer sehr vielfältigen und erlebnisreichen Produktwelt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Aufmerksamkeit für Sundern und die Sympathie für die angebotenen Marken zu stärken. Über diese Ganzjahres-Attraktivität sollen insgesamt mehr Besucher, insbesondere auch von außerhalb, für einen Ausflug nach Sundern gewonnen werden“ so Rudolf Schulte (Severin).

Ausstellungsfläche mit Werksverkauf von fünf Sunderner Firmen, ein Veranstaltungsraum und ein Vorführbereich werden sich in Zukunft im Obergeschoss des ehemaligen Baumarktgebäudes befinden. Der momentan ausgelagerte Getränkemarkt der Edeka-Kette kehrt zurück in das Erdgeschoss und wird dort neben Getränken auch Non-Food Artikel anbieten.

Mittig im Erdgeschoß siedelt sich eine Filiale der Goldbäckerei-Grote mit einem Café und Imbiss-Bereich an. Als weiterer Zuzug in Sundern wird das Dänische Bettenlager in den unteren Räumen vertreten sein. Das obere Parkdeck am ehemaligen Toom-Baumarkt ist bereits verschwunden.

Eine zweistöckige Glasfassade solle dem Gebäude in Zukunft einen freundlichen Anblick verleihen. Die Fertigstellung sei für Ende 2016/ Anfang 2017 geplant, teilte der mit dem Architekturbüro „Planbar“ aus Sundern an der Realisation beteiligte Architekt Marcel Schulte mit. Dann werden auf den insgesamt etwa 3100m² Verkaufsfläche, der 627m² großen Event- und Präsentationsfläche und den 1700m² großen Nebenflächen inklusive Lagerflächen der Fachmärkte 27 Arbeitsplätze angeboten, 20 davon werden neue sein.

So soll es künftig in der "Fabrik" aussehen

Aktiv unterstützt wird das Projekt vom Stadtmarketing. Geschäftsführer Jeroen Tepas stellte die drei Bereiche der „Fabrik“ vor. Bei der Ankunft erwartet die Besucher im Fabrikcharakter gestalteten Veranstaltungsraum ein kurzer Film über die Betreiberfirma Severin. Weiter geht es in den Bereich „Schnell und Lecker“. Hier werden an vier großen Arbeitsmodulen, Geräte getestet und unter Anleitung eines zentralen Arbeitsplatzes, der mittels eines Beamers auf eine große Leinwand übertragen wird, kleine Gerichte gekocht. Im Austellungs- und Verkaufsraum können die getesteten Waren erworben werden. Drittens steht eine Werksführungen auf dem Programm.

„Die Fabrik“ wird eine, touristisch gesehen, dringend benötigte wetterunabhängige, attraktive Indoor-Aktivität für Individualgäste und Gruppen. Durch gezielte Arrangements in Kombination mit den vorhandenen Strukturen des Tourismus, der Industrie und dem Einzelhandel in Sundern stärkt „Die Fabrik“ den Standort Sundern und macht Sundern über die Grenzen des Sauerlandes hinaus bekannt.

Hauptaugenmerk des Projektes „Die Fabrik“ ist ein Werksverkauf mit Event- und Präsentationsfläche des produzierenden Gewerbes aus Sundern. Hier können Kunden aus Sundern und Umgebung sowie Touristen und Busgruppen aus ganz Europa zu attraktiven Werksverkaufspreisen Produktqualität aus Sundern einkaufen und die Anwendung der Produkte in Vorführungen kennenlernen.

Ratsmitglied Dorothe Thiele (FDP) zeigte sich begeistert von dem Projekt. „Sundern braucht viele mutige Ideen“, ergänzte Michale Stechele (SPD) Erfreut bemerkte er, dass das Stadtmarketing eine wichtige Rolle dabei gespielt habe. „Mit der „Fabrik“ könnte auch der nötige Frequenzbringer für die Ansiedlung eines Baumarktes geschaffen sein“, spekulierten alle Anwesenden rein hypothetisch.

Info:

www.diefabrik-sundern.de

Beteiligte Firmen am Werksverkauf

Severin 

Schulte-Ufer 

Assheuer + Pott

Wüllner + Kaiser 

Sorpetaler Leuchten 

Zusätzlich zum Dauerangebot kann sich die Firmen auch saisonale Ausstellungen weiterer Firmen vorstellen

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