Digitaloffensive in Sundern

Fortschritt an Schulen ist auf dem Stand der Note „gut“

Bürgermeister Ralph Brodel ließ sich von Katharina Springob, Medienbeauftragte der Grundschule Allendorf, den sinnvollen Einsatz digitaler Medien erklären.

Sundern. Die Digitalisierung der Schulen in Sundern ist aktuell auf dem Stand der Note „gut“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Sundern. Die Schulen haben alle ihre Medienkonzepte nach dem neuen Medienpass NRW und dem Kompetenzrahmen überarbeitet. Die Hardwareanforderungen daraus werden jetzt mit dem Schulträger abgestimmt. Daraus ergeben sich für die Stadt große Aufgabenstellungen, um „sehr gut“ zu werden.

Alle Schulen verfügen über einen Breitband-Anschluss, der eine Downloadgeschwindigkeit von 400 Mbit/s. möglich macht. Diese Anschlüsse müssen an der Marienschule und der Grundschule Hachen noch umgesetzt werden. Das Ziel einer symmetrischen 1-GBit-Geschwindigkeit wird im Schulzentrum voraussichtlich Anfang 2020 erreicht. Die Telekom hat hier den Zuschlag im Ausbauprogramm des Bundes erhalten. Auf dem Bildungshügel hat die Stadt Sundern Leerrohre zu den Gebäuden verlegt, so dass dann die schnelle Leitung aus dem Straßenraum abgegriffen werden kann. Es ist beabsichtigt, alle Grundschulen ebenfalls mit einer 1-GBit-Geschwindigkeit zu versorgen. Dazu hat ein Gespräch mit der Bezirksregierung Arnsberg stattgefunden. Die Stadt Sundern wird sich am Landesprogramm für den Gigabitausbau der Schulen beteiligen. Es wird eine Ausschreibung für einen Versorger geben.

Das schnelle Internet muss im Klassenraum beim Schüler ankommen. Im Gymnasium ist die Infrastruktur vorhanden und eine belastbare WLan-Ausleuchtung in jedem Raum umgesetzt. In der Realschule werden aktuell die Kabelarbeiten durchgeführt. Anschließend sind Access-Points und Switche zu setzen. In der Hauptschule ist 2013 mit der Gebäudesanierung auch die Gebäudeverkabelung vorgenommen worden. Im zweiten OG ist eine WLan-Ausbreitung gegeben. In den anderen Geschossen sind ebenfalls noch Access-Points und Switche zu installieren. In allen Grundschulgebäuden ist weitgehend eine kabelgebundene Internetanbindung vorhanden. Hier ist aber noch zu prüfen, ob dies für die künftigen Anforderungen ausreicht. Für notwendige Arbeiten und die Verbesserung der Standards können Mittel des Digitalpaktes eingesetzt werden. Die Verwaltung wird ein Umsetzungskonzept erarbeiten, dass Voraussetzung für einen Mittelabruf im Digitalpakt ist.

„Kein sozialer Sprengstoff“

Aktuell läuft die Ausschreibung von 33 Präsentationseinheiten. Diese werden in den Klassenräumen die Pylonen-Tafeln ersetzen. In einer Pilotphase sind bereits einzelne interaktive Tafelsysteme und i3Boards in den Schulen getestet worden.

Die Lehrkräfte mit mobilen Arbeitsgeräten auszustatten und für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu qualifizieren ist Angelegenheit des Landes. Die Stadt Sundern verschließt sich dieser Anforderung aber nicht und stattet die Schulen insoweit mit den Endgeräten aus, die für die neuen Präsentationseinheiten erforderlich sind.

Mobile Endgeräte für Schüler sind tatsächlich erst in geringem Umfang zum Beispiel im Gymnasium im Einsatz. Die Stadt wird Mittel des Digitalpaktes für eine bessere Ausstattung mit mobilen Endgeräten einsetzen. In diesem Zusammenhang wird für die weiterführenden Schulen die Methode „Bring your own Device“ interessant. Die Schüler haben ihre Smartphones dabei – funktionsfähig und aufgeladen. Diese Hardware sollte ergänzend genutzt werden – eine 1:1-Versorgung kann in den weiterführenden Schulen nur so erreicht werden. Die Verwaltung sieht hier keinen „sozialen Sprengstoff“, wie auch Studien belegen würden. Schüler weiterführender Schulen hätten in der Regel alle ein eigenes Smartphone. In Einzelfällen wird man Lösungen finden.

Diese Methode werde aber eine gute Administration und einen guten Support erforderlich machen, was vermutlich bei der Abschlussnote zur Digitalisierung einer Schule ein entscheidendes Gewicht bekommen werde. Abschließend sagt die Verwaltung: „Nicht die Schule ist auf dem richtigen Weg, die die höchste Schüler-Tablet-Relation hat, sondern entscheidend wird sein, wie die digitalen Instrumente für einen guten Unterricht pädagogisch richtig eingesetzt werden und werden können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare