Aufarbeitung zum Stadtfest

Diskussionsrunde analysiert Fehler und gibt Anregungen

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Die Auftritte auf der Bühne boten den Besuchern beim Stadtfest in Sundern gute Unterhaltung – ein lebendiges Treiben in der Fußgängerzone am Sonntag wurde von vielen indes vermisst.

Sundern – Wie sieht ein Sunderner Stadtfest der Zukunft aus? Im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Einzelhändlern der Fußgängerzone zur Innenstadtentwicklung nahm die Stadtmarketing Sundern e.G. jetzt zudem die Möglichkeit wahr, die diesjährige dreitägige Veranstaltung noch einmal Revue passieren zu lassen, zu analysieren und Ideen und Anregungen für eine attraktivere Gestaltung zu generieren.

Geglückte Premiere des „Röhrrocks“ am Freitagabend, aber auch Unzufriedenheit bei den Einzelhändlern und Streetfood-Betreibern, mangelhaftes Besucherinteresse am Samstag sowie fehlende Vereinspräsenz am Sonntag: Somit stellte sich die e.G. auch der Kritik gegenüber einzelnen Veranstaltungspunkten, die beim vergangenen Stadtfest inklusive Fest der Vereine im September nicht nur frohe Gesichter hinterlassen hatte.

„Selbstverständlich hat das insgesamt schlechte Wetter zu teils schlechten Besucherzahlen beigetragen. Dennoch ist es uns bewusst, dass wir mit der ein oder anderen Entscheidung im Vorfeld ein nicht so glückliches Händchen hatten“, gab Stadtmarketingleiterin Julia Koger zu. „Vor allem die relativ kurzfristige Umterminierung des Festes aufgrund der Rücksichtnahme auf die Feierlichkeiten anlässlich des im Stadtgebiet sehr bedeutsamen Firmenjubiläums der Bäckerei Vielhaber war, im Nachhinein betrachtet, offensichtlich nicht förderlich“, erklärte die Stadtmarketingleiterin vor rund 20 teilnehmenden betroffenen Einzelhändlern der Innenstadt.

Aufgrund der Verschiebung verlief das Stadtfest nun nicht nur parallel zum Besuchermagneten Hüstener Kirmes, vielen Vereinen war ein Umdisponieren offenbar schlichtweg personell nicht mehr möglich. Wer sich, vor allem am Sonntag, wieder auf ein lebendiges Treiben und Präsentieren der Akteure der Sport-, Musik- und Kulturvereine – inklusive Spiel und Spaß für Jung und Alt – entlang der Fußgängerzone gefreut hatte, wurde schlichtweg enttäuscht. Lediglich die Auftritte auf der Bühne boten dem Publikum beste Unterhaltung.

Stadtfest nur alle zwei Jahre?

„Hier ist es zudem zu Missverständnissen gekommen. Daher ist es uns vom Stadtmarketing wichtig, mit den Einzelhändlern, Vereinen und Mitgestaltern noch näher in Konsens zu gehen, Fehler zu analysieren und mit neuen, kreativen Ideen in die Vorbereitung des Stadtfestes 2020 zu gehen“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende der e.G., Antonius Becker. So wurde die Gesprächsrunde gleich für eine erste Aufarbeitung genutzt. Bemängelt wurde beispielsweise auch eine fehlende Anbindung an die Geschäfte am Schirgiswalder Platz. Einigen war die Werbung im Vorfeld nicht ausreichend. Auch solle versucht werden, mehr regionale Gastronomen mit einzubinden oder auch die Möglichkeit ins Auge fassen, eine Belebung des Stadtfestes zu erreichen, indem man die Veranstaltung nur alle zwei Jahre stattfinden lässt. Dann eventuell größer und vielfältiger, weil auch mehr „Manpower“ und Geld zur Verfügung stehen können.

Positiv bewertet wurde die Premiere des „Röhrrocks“ mit Konzerten dreier heimischen Newcomer-Bands am Freitagabend. „Ein Sunderner Stadtfest ist eine wichtige Identitätssache. Als Plattform der Vereine und Institutionen sowie zur Belebung des Handels“, betonte Becker den hohen Stellenwert: „Aber das können wir als Stadtmarketing nicht alleine stemmen. Daher ist es für einen zukünftigen Erfolg wünschenswert, wenn sich auch die Mitglieder der Vereine und aus dem Einzelhandel wieder stärker mit ihrer tatkräftiger Unterstützung zur Verfügung stellen.“

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