MdB Hans-Werner Ehrenberg (FDP) will die Region weiterbringen

"Ein gutes Jahr für den HSK"

Hans-Werner Ehrenberg

Als ein „entscheidendes Jahr für Deutschland und Europa und als ein gutes Jahr für den HSK“ bilanziert MdB Hans-Werner Ehrenberg (FDP) die zurückliegenden 376 Tage. Seit dem 10. Juli 2012 vertritt der Sunderner Politiker seinen Heimatkreis in Berlin. Im Gespräch mit dem Sauerlandkurier resümiert er seine Arbeit im höchsten deutschen Abgeordnetenhaus und spricht über weitere Ziele, die er in der nächsten Legislaturperiode in der Bundeshauptstadt vorantreiben will.

Hans-Werner Ehrenberg übernahm vor rund einem Jahr den Platz von Christian Linder in der Bundestagsfraktion. „Ein spannendes Jahr“, wie Ehrenberg findet. Spannend, weil sich der bis dato Kommunalpolitiker auf der großen politischen Bühne akklimatisieren musste, spannend aber auch, weil schnell wichtige Themen und Entscheidungen auf der Agenda standen – etwa Euro-Rettung, Gleichgeschlechtliche Ehe oder die Auseinandersetzung mit verschiedenen Auslandskonflikten.

Das Ausland ist für den liberalen Sauerländer neben seinem Wahlkreis das wesentliche Thema in Berlin. Ehrenberg ist Mitglied im wichtigen Auswärtigen Ausschuss. Trotz seiner kurzen Amtszeit kann er schon auf einige Erfolge verweisen. Er ist zum Beispiel Initiator und Ansprechpartner einer regelmäßigen zentralamerikanischen Gesprächsrunde und hat beim Assoziierungsabkommen der EU mit diesen Ländern mitgewirkt. Beim aus Sicherheitsaspekten nicht ungefährlichen Besuch im Irak wurde dem Deutschen von Kollegen und Medien viel Wertschätzung entgegengebracht.

„Ich bin überzeugter Europäer“

In Bagdad hat sich Ehrenberg dafür eingesetzt, dass heimische Unternehmen ihre Aktivitäten vor Ort weiter ausbauen können. Und auch in der Türkei-Frage ist Ehrenberg („Ich bin überzeugter Europäer“) engagiert und bekam für seine Rede vom 12. Juni viel Applaus im Plenum.

Diese Arbeit im Auswärtigen Ausschuss ist nicht nur wichtig für Deutschland, sondern auch ganz konkret für seine Heimat und den Wahlkreis 147. „Vielen ist der konkrete Nutzen der Außenpolitik nicht auf den ersten Blick ersichtlich“, weiß der zweifache Familienvater und konkretisiert am wirtschaftlichen Beispiel: „Im HSK gibt es so viele Weltmarktführer wie in kaum einer anderen Region. Ich setze mich dafür ein, dass das so bleibt, wenn es darum geht, Außenpolitik zu gestalten. Unser Wohlstand und unsere Sicherheit sind in einer globalisierten Welt nicht mehr vom Ausland zu trennen.“

Allesbestimmendes Element seiner Arbeit sind trotz der Aufgaben im Ausschuss der HSK und seine Bürger. Auch hier will der ehemalige Gymnasiallehrer einige „Baustellen“ forcieren, wie etwa das Projekt A46 zwischen Bestwig und Nuttlar oder die Obere Ruhrtalbahn. „Da wollen wir nicht abgehängt werden“, steht Ehrenberg Gewehr bei Fuß. Er will sich deshalb dafür stark machen, dass das Sauerland in den nächsten Jahren mehr Geld vom Bund erhält. Neben den verkehrsinfrastrukturellen Themen hat Ehrenberg auch ein Auge auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme. Fachkräfte-Mangel, medizinische und pflegerische Versorgung oder auch die Stärkung des Ehrenamts stehen bei dem FDP-Politiker beispielsweise auf der Agenda.

Das alles sind Schwerpunkte, an denen Hans-Werner Ehrenberg nach der Wahl in rund acht Wochen weiterarbeiten möchte. Als Spitzenkandidat des Bezirks und auf Landeslistenplatz 12 rechnet er sich gute Chancen aus, auch in der nächsten Legislatur Mandatsträger zu sein. „Ich habe mir fest vorgenommen, meine Kenntnisse, Erfahrungen und mein immer größer werdendes politisches Netzwerk noch intensiver für das Sauerland zu nutzen.“

„Sauerland in Berlin Gehör verschaffen“

Mit dem Wahl-Slogan „Starke Mitte. Starkes Sauerland“ will er dem Sauerland in Berlin verstärkt Gehör verschaffen („Wir sind manchmal zu bescheiden“).

Seit Mai steht er mit den Bürgern und Ortsverbänden im Gespräch, um die Liberalen auf einen erfolgreichen Wahlkampf einzustimmen. Zwischen acht und neun Prozent hält er dabei für ein realistisches Ergebnis. Ehrenberg: „Ich will die Chance nutzen, die Dinge, die uns Sauerländern konkret am Herzen liegen, direkt an oberster Stelle einzubringen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare