„Wer ist der Mann auf dem Tuch?“

Grabtuchausstellung in Sundern bietet eine Spurensuche

Hoffen auf viele Besucher bei der Grabtuchausstellung: Pfarrer Stefan Siebert und Dr. Thorsten Miederhoff vom Organisationsteam.

Sundern – „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ lautet der Titel einer Ausstellung zum Turiner Grabtuch, die ab Ende Oktober in Sundern Station macht. Vorherige Ausstellungsorte waren unter anderem Salzburg, München, Münster und Speyer.

Die Wanderausstellung, die mittlerweile rund 200.000 Menschen erreicht hat, wird vom 27. Oktober bis zum 3. Dezember in Sundern in der St.-Johannes-Kirche zu sehen sein. Die Besucher werden auf eine Spurensuche eingeladen, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso berücksichtigt wie theologische Sichtweisen. Zwei Hauptaspekte werden behandelt: Handelt es sich um ein echtes Grabtuch? Und wenn ja, wen umhüllte es?

Herzstücke der Ausstellung sind eine originalgetreue Nachbildung des Turiner Grabtuchs sowie eines Corpus, der sich aus einer 3D-Betrachtung der Spuren am Tuch ergibt. Die Präsentation, die ihren Platz im eigens leergeräumten linken Kirchenschiff der St.-Johannes-Kirche finden wird, umfasst 25 Informationsstelen, sieben Vitrinen und acht Sitzwürfel. Außerdem wird ein zehnminütiger Film zum Grabtuch gezeigt. Eine Broschüre sowie eine Internetseite ergänzen dieses Erlebnis. Konzipiert wurde die Ausstellung von den Maltesern und dem Erzbistum Köln.

Die Ausstellung verbindet Wissen und Glauben Texte der Heiligen Schrift zu Leiden und Kreuzigung Jesu Christi, wissenschaftliche Untersuchungen, traumatologische Erkenntnisse zum Grabtuch und historische Forschungen verdichten sich zur Annahme, dass der „Mann auf dem Tuch“ Jesus von Nazareth gewesen sein könnte und dieses Tuch seinen Leichnam umhüllte.

„Wir hoffen, dass wir – analog zu den bisherigen Ausstellungsorten – nicht nur Besucher aus Sundern, sondern auch aus der umliegenden Region zu einem Besuch der Ausstellung locken können“, sagen die Veranstalter. Die weiterführenden Schulen sind einbezogen und wollen das Thema zum Teil auch im Unterricht aufgreifen. 

Eröffnet wird die Ausstellung am 27. Oktober im Rahmen einer feierlichen Vesper um 17 Uhr in der St.-Johannes-Kirche. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung vom Chor „The Singing Jokers“ des Gymnasiums Sundern.

Die Ausstellung kann täglich während der Öffnungszeiten der St.-Johannes-Kirche besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Termine für Führungen werden in der Kirche bekanntgegeben und können im Pfarrbüro erfragt werden, ☎ 0 29 33 /9 22 14 10.

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