"Es ist eine Katastrophe"

Schweres Gerät ist in diesen Tagen gefragt. Markus Schulte entastet auf der Hellefelder Höhe seine Baumbestände für den Abtransport. Fotos: Patrick Donatil

Schäden werden jetzt erst klar — Soforthilfe aus Düsseldorf

Sundern/Kreis. (wbr/ric)

"Eine Katastrophe", nannte Eckhard Uhlenberg, NRW-Minister für Umwelt und Naturschutz, bei seinem Besuch im HSK die Auswirkungen des Orkan Kyrill . Auch in Sundern sind die Aufräumarbeiten in vollem Gang, dabei wird der immense Schaden immer klarer.Noch immer sind nicht alle Straßen frei von umgeknickten Bäumen. In den Wäldern kommen die Aufräumarbeiten nur schleppend voran. "Wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen." Markus Schulte schiebt Stunde um Stunde, um das Chaos in den Wäldern auf der Hellefelder Höhe langsam in den Griff zu bekommen. In der Forstbetriebsgemeinschaft Hellefeld liegen bis zu 200.000 Festmeter Holz flach. 1900 Hektar sind betroffen.

Über mangelnde Arbeit können sich auch die Dachdecker nicht beschweren. Die Innung hat eine Erklärung herausgegeben, die Bevölkerung möge Verständnis haben, dass nicht immer sofort reagiert werden könne. Die Kapazitäten seien ausgelastet und es werde nach eigenen Einschätzungen Monate dauern, bis alle Schäden repariert sind.

Um sich vor Ort ein Bild zu machen, besuchte jetzt auch Minister Eckhard Uhlenberg die Region. Beispielhaft ließ er sich die Wälder um Schmallenberg zeigen. "Die mit weitem Abstand am dramatischsten betroffen Region in NRW ist Südwestfalen. Hier sind mit zehn Millionen Kubikmetern Holz mehr als 80 Prozent des Gesamtschadens in NRW entstanden", so Eckhard Uhlenberg.

"Für mich als Minister für Forst- und Holzwirtschaft ist das wirklich Dramatische an der Lage, dass "Kyrill" einzelnen Forstbetrieben ihre gesamte ökonomische Substanz genommen hat", so der Minister.

Er war nicht mit leeren Händen gekommen. Angesichts des Ausmaßes und der in anderen Bundesländern gemachten Erfahrungen wird man erstmalig für Deutschland hier in der Region umgehend eine zentrale Anlaufstelle für Sicherheit, Kommunikation und Koordination einrichten. Weiterhin ist eine finanzielle Unterstützung im steuerlichen Bereich vorgesehen. Auch Friedrich Merz sicherte den Betroffenen Hilfe von Bund und Land zu.

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