Einige Initiativen angestoßen

Kooperation mit Volksbund, Inklusionswoche im Mai, Resolution an Landtag

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Die Initiative „Strabs Stop Sundern“ setzt sich für die Abschaffung der KAG-Beiräge ein und hatte jüngst auch eine zweite Resolution an den Landtag angeregt.

Sundern – Nicht nur der Haushalt für das Jahr 2020 wurde auf den Weg geschickt. Im Monatspressegespräch am vergangenen Freitag im Rathaus berichtete Bürgermeister Ralph Brodel über weitere neue Entwicklungen in der Stadt Sundern.

Auf den Weg geschickt werden soll jetzt auch eine neue Resolution der Stadt Sundern an die Landesregierung, in der Hoffnung, dass diese bezüglich der KAG-Beiträge noch einmal in sich gehe, so Brodel.  Dies hatte auch die Initiative "Strabs Stop Sundern" angeregt. Die Resolution regt die „Streichung der KAG-Beiträge oder die Beteiligung der Einführung wiederkehrender Beiträge im Rahmen des Straßenbaubeitragsrechts“ an. Die jetzt von der Landesregierung beschlossene Regelung sei ein „Verwaltungsmonster“, sagte Brodel. „Die Belastungen bleiben hoch und für die Verwaltung wird es komplex und kompliziert.“ Die Resolution wird als Nächstes dem Rat vorgestellt. „Ich bin optimistisch, dass die Resolution eine Mehrheit findet“, sagte der Bürgermeister.

Eine Mehrheit hatte bereits die Idee erhalten, für die Neugestaltung des Franz-Josef-Tigges-Platzes einen Gestaltungsbeirat ins Leben zu rufen. Die Mitglieder sind benannt, gab Brodel im Monatspressegespräch bekannt. „Ich glaube, das ist der richtige Weg“, sagte der Bürgermeister über das Organ, das sich des Sachverstands der Bürger bedienen soll.

"Der Run auf die Kinderfeuerwehr ist unglaublich"

Auch für den Haushalt 2020 und das Haushaltssicherungskonzept hatten sich die Kommunalpolitiker mehrheitlich ausgesprochen. Beides liegt bereits dem Kreis für eine Genehmigung vor. „Es gibt keinen Grund zur Sorge, dass wir nicht mit einem positiven Signal rechnen dürfen“, so Brodel, der erwartet, dass der Haushalt spätestens Mitte Februar freigegeben werden kann. „Dann können die neuen Stellen ausgeschrieben werden. Besonders freuen wir uns auf den Klimaschutzmanager.“ 14 Millionen Euro für Investitionen sind im Haushalt für das laufende Jahr eingeplant. Der größte Batzen ist für den Neubau des Baubetriebshofs vorgesehen. Investiert werden soll auch in den Straßen- und Brückenbau. Gelder sollen auch in den Gewässerbereich und in die Entwicklung von Gewerbegebieten fließen. Auch für die Sanierung von Schulen und die Planleistungen für die neue Feuerwache sind Gelder veranschlagt.

Die Feuerwehr darf sich bald nicht nur über das neue Fahrzeug für die Kinderfeuerwehr freuen. Auch die Evaluation über das Modelprojekt „Kinderfeuerwehr“ im Februar dürfte sehr positiv ausfallen. „Der Run auf die Kinderfeuerwehr ist unglaublich“, freute sich Brodel über den erfolgreichen Start der „Löschzwerge“ in Hachen, Langscheid und Stemel. „Das pädagogische Konzept geht auf.“ Ob die Kinderfeuerwehr in weiteren Bereichen des Stadtgebietes aufgebaut wird, hängt für den Bürgermeister vor allem von einer Prämisse ab: „Die pädagogische Betreuung muss gewährleistet sein.“

Von den „frischen pädagogischen Ansätzen“ der neu aufgestellten Jugend- und Bildungsarbeit des „Volksbund – deutsche Kriegsgräberfürsorge“ soll auch der Bildungshügel profitieren. Die Schulleiter haben jetzt mit Volksbund-Vertretern eine Kooperation vereinbart.

Das Konzept für eine Inklusionswoche vom 9. bis 15. Mai steht. Über die ganze Stadt und in den Dörfern soll in dieser Maiwoche bei kleineren und größeren Aktionen gezeigt werden, wie viele Ansatzpunkte es zum Thema Inklusion in Sundern bereits gibt. Organisationen aus allen Bereichen wurden bereits angesprochen. Weitere Ideen sind bei Martina Knöpken, Behinderteninteressenvertreterin der Stadt, willkommen.

Keinen Grund zur Besorgnis sieht die Stadt Sundern im Verlauf der Arbeitslosenquoten. Die Arbeitslosenzahlen liegen mit 3,3 Prozent (Dezember 2019) unter dem Durchschnitt von Kreis, Land und Bund. Ob die leichte Erhöhung (plus 0,2 Prozent zum Vormonat und plus 0,3 Prozent zum Vorjahr) jahreszeitlich oder durch die Abkühlung der Wirtschaft bedingt ist, bleibe zu beobachten. „Wir sind weiter vorsichtig optimistisch gestimmt und gehen von einer Seitwärtsbewegung aus“, hieß es beim Monatspressegespräch.

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