Auf Eis gelegt

Vorerst keine KAG-Baumaßnahmen in Sundern

Nach Empfehlung des Fachausschusses bleibt der Dorfplatz in Hellefeld erhalten. Geplant ist, die Fläche vom neuen Eigentümer zu kaufen. Foto: Andre Geißler

Sundern. Aufatmen bei den Anwohnern des Stühlhahnsweg (vorderer Teil) am Donnerstagabend: Ihre Sprecherin Irmgard Alteköster hatte an die Mitglieder des Ausschusses Stadtentwicklung, Umwelt und Infrastruktur appelliert, die KAG-Straßenbaumaßnahmen auszusetzen, wie bereits ursprünglich von der WISU beantragt und jüngst von SPD und CDU erneut auf die Tagesordnung gebracht worden war. Im Ausschuss gab es dann auch ein einstimmiges Votum.

Allerdings wollen die Kommunalpolitiker die Maßnahmen nicht bis zur endgültigen Entscheidung der Landesregierung aussetzen, sondern sie entschieden, im Laufe des Jahres 2019 erneut darüber zu beraten. Auch will man zwei weitere Wege rechtlich prüfen lassen: Durchführung der KAG-Maßnahmen mit Rückstellung der Anliegergebühren (Vorschlag: Simon Becker) und Senkung der Anliegerbeiträge durch die Kommune (Vorschlag: Hans Klein).

Damit werden jetzt die Straßenbaumaßnahmen Am Rehberg, Hengstenberg, Martinusweg, Erfthagen und Stühlhahnsweg II ausgesetzt. „Die Kosten für die KAG-Maßnahmen bleiben im Haushalt stehen, werden aber vorerst nicht angetastet“, verwies Fachbereichsleiter Lars Ohlig noch einmal auf einen früheren Vorschlag der Kämmerin.

Derweil bleiben die Straßenbaumaßnahmen nach Baugesetzbuch von diesem Beschluss unangetastet, dem Ausbau Stühlhahnsweg (hinterer Teil) steht nichts im Weg.

Klaus Tolle, beratendes Mitglied, forderte Ehrlichkeit in der Diskussion für die Bürger: Zum einen bestünde die Gefahr, dass die Tiefbaukosten bei einer späteren Realisierung der Straßenbaumaßnahmen steigen. Zum anderen müsse den Bürgern klar sein, dass – je nach Änderung des KAG – durch eine Umlage Kosten auf alle zu kommen.

Aus Hellefeld kam der Antrag, Bauplätze für die Fläche „Am Teich“ zu entwickeln. Die Politiker nahmen den Bedarf zur Kenntnis und stimmten einstimmig dafür, prüfen zu lassen, wo es Überhänge zur Kompensation gebe. Vorrangig wolle man Ausgleichsflächen in der Region suchen und die Ortsvorsteher mit ins Boot holen. Einstimmig sprach der Fachausschuss auch die Empfehlung aus, die Fläche zu kaufen, die in Hellefeld als Parkplatz und Dorfplatz genutzt wird.

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